„Herrgott,“ meinte Jenny, „war es denn so gefährlich?“
„Mitten im Frühling — in Paris,“ lachte Heggen. „Laß dir’s gesagt sein, Cesca: Norman Douglas war ein feiner Kerl — du darfst nicht das Gegenteil behaupten, und geschickt; er zeigte mir einige wunderhübsche Sachen von den Befestigungswerken draußen.“
„Ja — und besinnst du dich auf das Bild vom Père Lachaise — mit den violetten Perlenkränzen links unten?“ sagte Jenny.
„Ja gewiß, das war verflucht hübsch — und das kleine Mädchen am Klavier.“
„Ach, aber stellt euch doch vor, das häßliche Modell,“ sagte Franziska wieder. „Es war obendrein die fette, ältliche, mit dem hellen Haar. Und dabei hat er sich doch so tugendhaft angestellt.“
„Er war es auch,“ sagte Heggen.
„Pah. Und ich war eben im Begriff, mich aus diesem Grunde in ihn zu verlieben.“
„Ah so, das ändert die Sache allerdings erheblich.“
„Ja, er hatte oftmals um mich angehalten,“ sagte Franziska gedankenvoll. „Und ich hatte mich eigentlich entschlossen, Ja zu sagen. Nun war es freilich ein Glück, daß ich es nicht tat.“
„Hättest du ihm dein Jawort gegeben,“ meinte Heggen, „so hättest du ihn niemals mit dem Modell im Arm zu sehen bekommen.“