„Gewiß.“

„Du bist völlig irrsinnig.“

„Jenny, komm’ mit nach Haus,“ jammerte Franziska.

„Warum soll ich nicht arbeiten, wenn ich nicht müde bin? Ja, Kandidat Gram, jetzt sollten Sie wohl eine Droschke haben und heimfahren.“

„Ja. Uebrigens: ist das Postamt nicht um diese Zeit geöffnet? Ich weiß, es soll nicht so weit von der Piazza di Spagna entfernt sein.“

„Dort muß ich vorüber — dann können Sie ja mit mir gehen.“

Sie nickte ein letztes Mal den anderen zu, die sich anschickten, heimzuziehen. Franziska hing an Ahlins Arm, taumelnd vor Müdigkeit.

III.

„Nun, Sie haben also Post bekommen,“ sagte Jenny. Sie hatte in der Vorhalle des Postamtes gewartet. „Jetzt werde ich Ihnen zeigen, mit welcher Straßenbahn Sie fahren müssen.“

Der Platz war vom Sonnenschein weiß überflutet, die Luft noch morgenfrisch und rein. Doch schon wimmelten Wagen und Menschen in geschäftiger Eile in den engen Straßen.