„Sie gehen nur die erste Straße zur Rechten hinunter bis zum Flohmarkt. Dann halten Sie sich links an der Cancelleria, bis Sie auf den neuen Corso hinausgelangen. Soviel ich mich entsinne, hält die Bahn an der Cancelleria, jedenfalls gleich in der Nähe; Sie sehen schon das Schild. Sie müssen aber darauf achten, daß Sie den Wagen bekommen, auf dem San Pietro-Stazione Termini steht — es ist die Linie 1.“
Helge blickte mutlos drein, als die jungen Mädchen neben ihm mit den fremden Namen um sich warfen, als seien es Bälle. Er schüttelte schließlich den Kopf.
„Ich fürchte, ich finde mich da nicht zurecht, ich werde doch lieber gehen, bis ich auf eine Droschke stoße.“
„Wir begleiten Sie gern bis zur Haltestelle“, sagte die Große wieder.
Die Kleine brummte mürrisch auf Italienisch etwas vor sich hin, doch die Große antwortete in verweisendem Tone. Helges Mut sank noch um ein Beträchtliches durch diese Bemerkungen über seinen Kopf weg, die er nicht verstand.
„Ich danke Ihnen, ich möchte Sie wirklich nicht damit belästigen — ich finde sicher schon irgendwie nach Hause.“
„Das ist durchaus keine Mühe,“ erwiderte die Große und schickte sich zum Gehen an. „Wir haben ungefähr denselben Weg.“
„Es ist recht schwierig, sich in Rom zurechtzufinden“, versuchte Helge, ein Gespräch in Gang zu bringen. „Jedenfalls in der Dunkelheit.“
„O nein, man kennt sich schnell aus.“
„Ich kam also heute hierher — ich kam heute Vormittag mit dem Zuge aus Florenz.“