Die Kleine sagte halblaut etwas auf Italienisch. Die Große fragte hierauf Helge:

„Es ist wohl jetzt kalt in Florenz?“

„Ja, hundekalt. Ist es nicht hier in Rom milder? Ich schrieb übrigens gestern nach Hause an meine Mutter und bat um meinen Wintermantel.“

„Auch hier kann es oft recht scharf und kalt sein. Fühlten Sie sich wohl in Florenz? Wie lange waren Sie dort?“

„Vierzehn Tage“, sagte Helge. „Ich glaube, Rom wird mir doch besser gefallen.“

Das andere junge Mädchen lachte. Die ganze Zeit über hatte es auf Italienisch vor sich hingebrummelt. Doch die Große sprach zu ihm mit ihrer warmen ruhigen Stimme:

„Ja, ich glaube, es gibt keine Stadt, die man so liebgewinnt wie Rom.“

„Ihre Freundin ist Italienerin?“ fragte Helge.

„Nein, Fräulein Jahrmann ist Norwegerin. Wir sprechen Italienisch miteinander, damit ich es lerne — sie ist nämlich schon sehr weit darin. Mein Name ist Winge“, fügte sie hinzu. „Dort liegt Cancelleria“, und sie wies auf einen großen düsteren Palast.

„Ist der Hofraum so schön, wie man sich erzählt?“