beseelte Legionen kommandiren. Sie wollten die Harmonie in den Feuchtigkeiten dem Zufalle lieber mit ganz materiellen Werkzeugen, als nach einer guten Ordnung, unter einer Bedeckung von thätigen, wohldisziplinirten Truppen einräumen. Heißt das nicht, wie man ihnen vorwirft, die Unthätigkeit der Bewegung, den Tod dem Leben vorziehen?
Man kann dieses System nicht genug bedauern: es hätte Gelegenheit zu den unterhaltendsten Hypothesen gegeben. Die Metaphysik, die Physik, die Philosophie und Arzneykunde haben ungereimtere, aber keine angenehmere aufzuweisen. Indessen muß man sich über dessen Verlust eben wohl trösten, und sich mit einer Menge grosser Männer daran halten, nämlich, daß die Kakamonade ein korrosives, gerinnendes, phlogistisches, und fixes Gift sey.
Zweites Kapitel.
Vom Ursprunge der Kakomonade.
Vom Ursprunge der Kakomonade sind wir nicht sowohl unterrichtet, wie von ihrer Natur: die Wirkung kennen wir besser, als die Ursache. So viel ist gewiß, daß jene heut zu Tage nur das Resultat der Vergemeinschaftung mit einer unbehutsamen, oder unglücklichen Person ist. Den Keim davon bringen wir nicht schon bey unserer Geburt mit. Die Natur gab uns nur bloß das Vermögen, ihn anzunehmen.
Dennoch muß sie sich einstens in dem ersten Menschen, der sich davon ergriffen fühlte, von selbst hervorgebracht haben. Daß Gott, da er den Adam schuf, ihn nicht aus
seiner Hand damit ausstattete, ist wohl außer Zweifel. Das höchste Wesen bildete ihn zur Zeugung, und gab ihm somit so gesunde, so vollkommene Organe, als es seine Bettgenoßinn nur wünschen konnte.
Trug sich dießfalls hierinn eine Veränderung zu, so ists wahrscheinlich ein unglückliches Individuum von seiner Nachkommenschaft, das die Erstlinge derselben bekommen haben wird. Aber was kann von dieser sonderbaren Entwicklung die Ursache gewesen seyn? Die Luft? die Nahrungsmittel? oder der Mißbrauch des Vergnügens?
Das Klima derjenigen Länder, die man für das Vaterland der Kakomonade ansieht, ist nicht ungesünder, als das in den Gegenden, wo sie sich nur durch den Vorschub der Menschen eingeschlichen hat. Ihre Produkte, weit gefehlt, daß sie gefährlich wären, so sind sie für uns vielmehr sichere Hilfsmittel