»Und das hätt' ich auch verdient, Pat,« gab liebenswürdig der Mann aus Androscoggin zu. Außer Oulton waren alle vergnügt. Der aber, beleidigt und zornig, sprach den Abend über nicht ein Wort; er schenkte den schönsten Kunststücken des Bären kaum einen Blick. Daß er trotzdem voll Interesse war, wußte das ganze Lager.
Das war eine große Sache für Gallaghers Lager!
Der Oberst war der erste, der das Fest abbrach. Jeder mußte zugeben, daß er das Recht dazu hatte, denn er allein hatte ja die Kosten getragen. Er wollte schlafen und zeigte das an, indem er rings in den Ecken einen Platz suchte, um sich niederzulegen.
Im dicken Fell an seinem Hals zeigte eine abgeschabte Stelle, daß er früher ein Halsband getragen hatte. Aus einem alten Geschirr-Riemen machte der Boß ihm ein neues und führte ihn, der sanft gehorchte, zu einem Schuppen, der dem Lager als Schmiede diente. Ein großer Arm voll Stroh wurde aus der Scheuer gebracht, und der Oberst ließ sich darin nieder, mit einer Miene wie der verlorene Sohn, der heimkehrt und sich dessen freut.
Am nächsten Morgen verordnete der weise Boß, daß der Oberst vor dem Mittagessen das Haus nicht betreten dürfe. Seine Absicht dabei war, eine gewisse Frische des Interesses für das Fest zu bewahren, daß die Männer sich amüsierten und nicht wieder anfingen, über den Mangel an frischem Fleisch zu schimpfen. Den ganzen Morgen lang, wie gewöhnlich an Sonn- und Feiertagen, beschäftigten sie sich irgendwie im Lager. Wuschen, flickten, rauchten im Haus oder balgten sich draußen im Schnee herum.
Als der Oberst gleich nach dem Frühstück herausgelassen wurde, war noch niemand im Freien, sonst wäre er zweifellos »zuhause« geblieben, um mit seinen Freunden zu spielen. Da er niemanden traf und keine Erlaubnis bekam, das Haus zu betreten, durchforschte er sorgfältig das ganze Gehöft, erschreckte die Pferde, indem er an der Stalltür herumschnüffelte, und dann watschelte er gemächlich in den Wald.
»Er wird bald zurückkommen,« sagte Gallagher, »der Oberst ist ein braver Kerl, wenn man ihn richtig behandelt.«
Und Gallagher hatte recht. Er verstand Menschen und Obersten. Etwa um halb zehn Uhr morgens, als Eph Babcock und Johnson vor der Tür des Lagers einen Ringkampf aufführten, sah man den Bären oben am Waldrand auftauchen. Darin war sonst nichts Auffallendes. Aber seine Bewegungen waren so merkwürdig, daß die beiden Kämpfer gleichzeitig voneinander ließen und hinauf starrten. Ihr Ruf brachte das ganze Lager vor die Tür.
»Er scheint sich gut zu amüsieren, ganz allein!« bemerkte Evan Morgan von der Schwelle her.
»Durchaus nicht allein,« verbesserte der Boß.