„Ja, mit der Zeine.“

Klemens sah in Leonores verstörtes Gesicht. „Ja, ich komme dann gleich zu dir in den Garten —“

Dort wartete Leonore. Das sind Männerangelegenheiten, hatte sie zu der Zeine gesagt — sie wußte nicht, woher ihr das Wort eingefallen war. Sie dachte flüchtig: über so etwas redet man doch nicht mit einem Jungen. Doch nein — die Großeltern, die durften das nicht erfahren.

Klemens kam. „Du weißt wohl, was es ist?“

„Ja, die Zeine schwört, es sei wahr.“

Klemens sagte: „Ich werde an den Onkel schreiben. Die Zeine bringt morgen einen Brief von der Milda, denn die weiß nicht, wo sich der Mann aufhält. Ich will es einmal niederschreiben, was ihm zu sagen ist.“ Klemens Steingruben kritzelte in seinem Taschenbuch; Leonore wartete in Geduld.

„Ich übersende hiermit ein Schreiben, das mir anvertraut wurde. Ich hoffe trotz allem, was vorgefallen ist, daß jemand, der mit meiner Familie verwandt ist (wenn auch nicht wirklich), sich als Gentleman benehmen wird. Ich erwarte das, um wieder mit Achtung sein zu können

Ihr Verwandter
Klemens Steingruben.

P. S. Ich sorge dafür, daß weder die Großeltern noch die verehrte Cousine von dieser undiskutierbaren Affäre erfahren.“

Diese Zuschrift bekam Leonore zu lesen. „Sehr gewandt hast du dich ausgedrückt, Klemens.“