»Sobald Du willst, mein Freund«, antwortete ich; »ich gehöre Niemand auf der Welt an als Dir.«
Wenige Wochen nach diesem Abend befand ich mich mit meinem Gemahl in Rom. Dort erhielten wir die überraschende, aber uns herzlich erfreuende Nachricht, daß sich Lucy, die glänzende Lucy, dazu verstehen wolle, meinem gelehrten Landsmann Forster die Sehnsucht nach der Heimat und alle trüben Erinnerungen auf immer vergessen zu machen. So fiel denn von dorther kein Schatten auf unsern Weg, als wir im nächsten Herbste – die Frau von Günthershofen war im Sommer gestorben – in unserm deutschen Schlosse einzogen, und heiter durfte ich die Räume bewohnen, in denen einst meine theure Mutter gewaltet hatte und welche mir wie durch einen Hauch ihrer Gegenwart geheiligt schienen.
Druck von Richard Schmidt in Reudnitz-Leipzig.
Roman
von
J. von Oben.
3 Bände. 8°. Elegant geheftet. Preis 2 Thlr. 15 Ngr.
Standes-Vorurtheile.
Roman
von
Alfred Steffens.