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GRÖSSERES BILD]

Bei der Elbe ist die Durchsägung des Gebirges vollendet, bei den Nebenflüssen noch nicht; bei deren Zuflüssen hat sie kaum begonnen. Mit Abnahme der überhaupt vorhandenen Wassermengen hat die Tätigkeit der Nebenflüsse mit der des Hauptstromes nicht gleichen Schritt halten können. Das ist am klarsten bei der Größe des Gefälles zu erkennen. Wenn hier wenigstens noch ein Verhältnis von 1 zu mehr als 100 festgestellt werden konnte, so beträgt das Gefälle in manchen Seitenschluchten gar 1 : 6 oder 1 : 4.

Abb. 91. Der Zscherregrund.
Nach einer Aufnahme von Paul Heine in Dresden. (Zu [Seite 90].)

Die Möglichkeit einer noch weiterhin wirkenden Erosion und damit einer weiteren Modellierung des Reliefs ist damit gegeben. Die Abtragung und Umgestaltung des Sandsteingebirges wird also seinen stetigen, wenn auch sehr langsamen Fortgang haben.

Aber es treten auch noch andere Kräfte und andere Ursachen hinzu, die eine allmähliche Vernichtung der Gebirgsgestalt herbeiführen und zwar schneller als in den benachbarten Gebirgen, in der Lausitz und im Erzgebirge, in denen weit festere, widerstandsfähigere Gesteine vorherrschen als in der Sächsischen Schweiz.

Abb. 92. Die Basteibrücke, vom Ferdinandstein gesehen.
Nach einer Aufnahme von Römmler & Jonas in Dresden. (Zu [Seite 90].)

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GRÖSSERES BILD]

Der Quadersandstein.