18. Rothes kannenartiges Thongefäß mit weißer Bemalung; 145 mm Durchmesser.

19. Flasche aus rothem Thon. Am Halse nach beiden Seiten hin ein menschliches Gesicht; auf der Wandung ein katzenartiges Thier, über ihm ein ausgezacktes Bogenornament; 165 mm hoch.

20. Hellfarbiges Thongefäß den Körper eines sitzenden Indianers nachbildend; die Arme und die im Knie stark gebogenen Beine sind roh angedeutet. Der Kopf bildet den Hals des Gefäßes. Der Indianer trägt auf dem Rücken ein Lama, dessen Kopf in unserer Ansicht über der Schulter sichtbar ist; 225 mm hoch.

21. Gefäß aus röthlichem Thone. Die Oberfläche ist mit einer dünnen Lage gelblichen Thones überzogen und darauf die Verzierungen in violetter Farbe aufgetragen; 25½ cm hoch.

22. Gesichtsurne. Fast kugelrundes Gefäß, auf welches als Hals ein menschlicher Kopf aufgesetzt ist, dessen Gesicht einen lachenden Ausdruck hat und von roh gearbeiteten, als Henkel dienenden Armen gestützt wird; 18 cm Durchmesser.

23. Thongefäß mit Abbildungen altperuanischer Krieger (nicht aus Ancon, sondern aus der Gegend von Trujillo); in Besitz des Dr. Macedo in Lima. Eine der vollkommensten Leistungen altperuanischer Keramik. Höhe vom Becken bis zum Helmschmuck der Deckelfigur 28 cm.


Das Kriegswesen war ebenso fest und streng geregelt, wie das bürgerliche Leben. Die Bewaffnung bestand aus Kupferkeulen und bronzenen Streitäxten, Spieße und Pfeile waren mit Kupferspitzen versehen. Auch Schleuder und Stein gehörten einer besondern Waffengattung an. Als Schutzwaffen bediente man sich baumwollner Panzer und mit Baumwolle gefütterter hölzerner Helme, welche mit Metall und Edelsteinen bei den Vornehmen geziert waren, während die gemeinen Soldaten eine Art Turban trugen. Trommeln und Hörner bildeten die Kriegsmusik. Im Felde lagerten die Truppen unter baumwollenen Zelten. Die Schleuderer bildeten das Vortreffen, die Keulenmänner und Axtträger standen im Mitteltreffen. Die Heere waren nach der Kopfzahl in bestimmte Abtheilungen gegliedert und zählten in großen Kriegen bis zu 200,000 Mann.

Durchschnitt eines altperuanischen Grabes mit Mumien; im Todtenfelde von Ancon.