[302] Ep. CXXXXIII.
[303] Epist. CLIII.
[304] Copia de la lettera per Columbo mandata ali Sereme Re et Regina di Spagna: de le insule et luoghi per lui trouate. Stampata in Venetia (a nome de Constantio Bayuera citadino di Bressa) per Simone de Louere. a di 7 di Mazo 1505. Dieser Brief ist im höchsten Grade selten geworden. Im Jahre 1810 wurde er in Venedig wieder abgedruckt unter dem seit der Zeit allgemein üblichen Titel lettera rarissima.
[305] Vergleiche Breusing, Zur Geschichte der Kartographie in Zeitschrift für wissenschaftl. Geogr. II, 185. Daß Columbus bei einem Seezuge im Mittelmeer die grobe List gebraucht habe, der Rose über der Magnetnadel Abends die entgegengesetzte Richtung zu geben, um die Matrosen über die Richtung der Fahrt zu täuschen, wird als ungeschickte Erfindung bezeichnet, weil auf nichts an Bord so genau acht gegeben wird als auf die Richtung des Windes und schon aus der Vergleichung der Windrichtung mit dem herrschenden Seegange sich die Täuschung ergeben hätte.
[306] Harrisse, D. Fernando Colon, Historiador de su padre. Sevilla 1871. 4o. Dagegen schrieb d’Avezac: Le livre de Fernan Colomb. Paris 1873.
[307] Die New Welt der Landtschaften und Inseln. Straßburg 1534. Fol. 37.
[308] Von dieser anmuthigsten aller spanischen Rittergestalten entwirft Las Casas ein mit Vorliebe gezeichnetes Bild (Navarrete III, 163). Hojeda war von kleiner Gestalt, aber von vollendetem Ebenmaß und von angenehmer Erscheinung, in dem schönen Gesicht ein Paar große Augen. Er war in allen Leibesübungen außerordentlich gewandt und sicher. Als einst die Königin Isabella auf den Thurm der Kathedrale zu Sevilla stieg, um von da aus die klein erscheinenden Menschen, welche unten standen, zu betrachten, stieg er auf einen Balken, welcher zwanzig Fuß aus dem Thurme herausragte und schritt auf demselben hin bis zum Ende, drehte sich hier auf einem Fuße herum und schritt mit derselben Schnelligkeit wieder zum Thurm zurück. Es war einer der verwegensten Streiche, die man ausführen konnte; alle, die es mit ansahen, zitterten vor Aufregung. Dann stellte er sich an den Fuß des Thurmes und warf eine Pommeranze bis zur Thurmspitze hinauf, um die außergewöhnliche Kraft seines Armes zu zeigen. Er war unserer lieben Frauen ergeben und schwur stets bei der Jungfrau Maria.
[309] Navarrete III, 317. Juanoto Berardi starb 1495.
[310] Neque enim desunt, qui se circuisse Cubam audeant dicere. Dec. I. cp. VI, p. 78.
[311] W. Irving besuchte 1828 diese Plätze und hat davon eine eingehende Schilderung gegeben, welche als A visit to Palos seinem Werke „Voyages and Discoveries of the Companions of Columbus“ beigegeben ist. Palos ist ein armes Dorf, eine viertel englische Meile vom Fluß entfernt, in einer Bodensenkung. Es hat nur einige hundert Einwohner, welche sich lediglich von Feld- und Weinbau nähren. Die besseren Familien, darunter die noch blühende, angesehene Familie der Pinzone, sind alle in Moguer ansässig. In Palos gibt’s weder Schiffer noch Kaufleute. Kein Schiff gehört dem Platze, am Ufer finden sich keinerlei Hafenbauten. Das Volk ist ganz unwissend, und vermuthlich kennen die wenigsten den Namen Amerika.