BARUCH:

Meister, was redest du ... nicht fasse ich den Sinn ... sprich zu mir, daß ichs glaube und begreife, was dich erfüllet.

JEREMIAS: Daß du es glaubest ... Baruch, Baruch ... wirst du wahrhaft glauben meinem Worte, das ich dir sage zu dieser Stunde unter den Sternen ... wirst du es nicht leugnen und verlachen, so ichs beschwöre mit meiner Seele Siegel ... denn wider allen Sinn ists, was ich dir künden will ...

BARUCH:

Meister ... der Glaube an dich ist mein Leben ...

JEREMIAS:

So höre es, höre, was ich dir sage ... (geheimnisvoll, leise) Dies alles, dies alles, was heute ist zum erstenmal, ich habe es geträumt vor Monden schon, ich habe es geträumet in meinen Nächten, ganz so geträumet. Nicht ein Stern steht da, den ich nicht sah, hier oben den Wall und Gottes weißragendes Haus und unten der Feinde Scharen, Zelt an Zelt, und meines eigenen Herzens eigenen Schauer und Blick, all, all dies hab ich geträumt.... Hörst du mich, Baruch, hörst du mir zu ...

BARUCH (schauernd):

Ich höre dich ... ich höre dich ...

JEREMIAS: