Dann geh und ergib dich! Als einziger aller rette dein Leben!
(JEREMIAS starrt ihn an, ohne ihn zu verstehen.)
ZEDEKIA:
Wer zehrt an unserem Brote, soll nicht auch zehren an unserer Kraft. Fürchtest du für Zion, so fliehe von Zion! Ich schenk dir dein Leben! Die Mauer hier, klimm sie hinab, zu Nabukadnezar geh und birg deinen Leib. Und so dein Wort sich erfüllet, bläh auf deine Backen und lache der Brüder, die starben für Jerusalem.
ABIMELECH:
Zu milde bist du, König, mit dem Lästerer.
(JEREMIAS unbeweglich, ringt um ein Wort.)
ZEDEKIA:
So geh doch, flieh fort, Abtrünniger des Glaubens, geh zu Nabukadnezar, des Sieg du gekündet, und küsse seinen Fuß! Ich aber bleibe in meines Volkes Mitte und in meiner Väter Heimat, denn ich glaube bis zum letzten Atem meines Leibes: Lüge ist dieses Mannes Rede und ewig währet Jerusalem!
DIE ANDERN (jauchzend):