(ZEDEKIA steht am Fenster und sieht regungslos auf die mondbeglänzte Stadt. Es ist ganz still und er selbst ein Teil dieser Stille.)
(DER KNABE SPEERTRÄGER von der Türe auf ihn zu. Er wartet ehrfurchtsvoll, ob der König ihn bemerken wolle. Zedekia wendet sich nicht, sondern sieht regungslos in die Nacht hinaus.)
DER KNABE SPEERTRÄGER (nach einer Pause, ehrfurchtsvoll, behutsam):
Mein König!
(ZEDEKIA wendet sich wie erschreckt.)
DER KNABE:
Mitternacht, mein König. Die Stunde ist es, da du mich hießest, den Rat vor dich zu rufen.
ZEDEKIA:
Sind alle versammelt?
DER KNABE: