ZEDEKIA (hat sich drohend aufgerichtet gegen den Zögernden. Wie Baruch abgeht, fällt sein ausgereckter Arm nieder wie zerbrochen, sein Antlitz verdüstert sich wieder von neuem. Plötzlich sich aufreckend):

Vorbei! Ein Ende, ein Ende! Nur nicht mehr die Qual! (Er geht wieder auf und ab, hebt den Vorhang und sieht lange stumm sinnend auf die Stadt. Endlich stampft er zweimal mit dem Fuße.)

DER KNABE SCHWERTTRÄGER (erscheint):

Mein König?

ZEDEKIA:

Wein! Bring mir Wein! Ich will schlafen, schwarz und tief, schlafen ohne Träume!

(DER SCHWERTTRÄGER bringt hastig einen Krug und füllt den silbernen Becher. Zedekia stürzt ihn gierig hinab. Sein Gesicht wird wieder unruhig.)

ZEDEKIA:

Wer ist draußen im Gange? Ich höre einen Schritt. Ist der Späher nicht gegangen, zögert er noch?

SCHWERTTRÄGER: