Er ist gegangen, Herr! Der draußen wacht, ist mein Bruder Nehemia.
ZEDEKIA:
Er soll nicht so laut schreiten des Nachts vor meinem Schlafgemach. Ich will nichts hören um mich. Ich will schlafen. Auch ich will schlafen wie die andern.
SCHWERTTRÄGER:
Es soll geschehen, Herr! (Er schlägt die Vorhänge des Pfühles auseinander und verhüllt die Ampel. Nur ein trüber Schein von Mondlicht glänzt in den Raum.)
SCHWERTTRÄGER:
Soll ich dir noch lesen aus den heiligen Büchern, mein König, wie gestern und ehetags?
ZEDEKIA:
Aus den Büchern?... Nein, laß die Bücher, auch sie wissen nicht Rat. Ich will schlafen, schlafen einmal wie die andern. Meine Lider brennen, und mein Herz brennt mit.
SCHWERTTRÄGER (hilft ihm aus dem Obergewand. Zedekia wirft sich auf das Ruhelager):