ZEFANJA (mit einem gellen Aufschrei, beide Hände vor sich hinhaltend):

Jeremias!

JEREMIAS:

Was schrickst du so vor mir? Was fürchtest du dich? Ich bin nicht zu fürchten mehr. Wind ward mein Wort, und Kot ist meine Kraft. Spei mich an und geh deines Wegs!

ZEFANJA (schauernd):

Nicht fluche mir, du Furchtbarer, nicht fluche mir! Nein, nein, nein, ich tat dir nichts! Nicht fluche mir!

JEREMIAS:

Und wenn ich dir fluchte, was schädigte es dich, und wenn ich dich segnete, was förderte es dich? Was bin ich denn? Ein Hauch ohne Wort, ein Fluch ohne Kraft, ein Verkünder ohne Gott. Spei mich an, denn Aussatz war mein Wort und Lahmheit mein Wandel.

ZEFANJA (noch mehr schauernd):

Nicht fluche mir! Nicht fluche mir! Nie war ich dir feind! Oh, schützet mich! Verbergt mich vor ihm! Flehet ihn an, daß er mir nicht fluche! Ich kann sein Auge nicht schauen, ohne zu zittern, ich kann seinen Namen nicht hören, ohne zu schauern.