EIN MANN (wild):

Kein Leben ohne Gott ... kein Leben ohne Jerusalem ...

ANDERE STIMMEN (durcheinander):

Lieber sterben ... lieber sterben ... nur nicht zurück ins Diensthaus ... nicht Sklave sein ... nicht sterben, nur nicht sterben ...

(DER POSAUNENRUF der Herolde tönt nun von ganz nahe.)

EINER:

Laßt sie rufen, ich höre sie nicht. Die Stimme des Todes tönt in mir stark wie Gotteswort! Sterben wir, sterben wir, lassen wir uns nicht locken! Sterben wir mit Jerusalem!

DER ÄLTESTE:

Ich halte dich, Jerusalem, heilige Stadt, mit meinen welken Händen klammre ich mich dir an, mein Leben warst du, so sei auch mein Tod! Wie könnte ich atmen ohne dich, wie auftun das Auge des Morgens, ohne zu schauen Salomos Haus und Gottes irdische Rast? Lieber in deine Erde versargt sein, als hingehen über andere Scholle, lieber ein Toter mit meinen Vätern, denn ein Knecht unter Fremden. Jerusalem, Jerusalem, Jerusalem, nimm mich in deine Erde, mein Leben warst du, sei auch mein Tod!

ZEFANJA: