EINE STIMME:
Wehe, welch ein Leben!
JEREMIAS:
Und ich sage euch, wes das Leben ist, dessen ist auch Gott. Nur der Toten ist es, zu schweigen und zu klagen derer, die zur Grube fahren, doch der Lebendigen ist es, zu hoffen. Oh, meine Brüder, nicht klaget und verzaget, solange euch Atem vom Munde fließt, nicht tut auf euren Mund der Empörung und nicht schließet euer Ohr der Tröstung!
STIMMEN:
Ach, Trost der Worte, er wärmet nicht ... willst du uns aufrichten, so richte auf die Mauern Jerusalems ... baue Zions Burg ... wehe, er sieht unsere Not nicht ... er erkennet unsere Leiden nicht ...
JEREMIAS:
Ich schaue, meine Brüder, in euer Leiden wie in ein geöffnet Buch, und eurer Schmerzen Schrift ist mir aufgetan; doch, meine Brüder, auch unseres Leidens Sinn sehe ich: ich sehe den Gott darin. Seine Prüfung nur ist diese Stunde, so lasset sie uns bestehen!
STIMMEN:
Warum prüfet uns Gott ... Warum gerade uns, seine Auserwählten ... warum ist so hart diese Prüfung ...