Sieh doch ... seine Sterne sind erloschen ... seine Schritte sind irr ... er weiß nicht seinen Weg mehr, blind ist er, der Verblendete ...

JEREMIAS (näher tretend, in heißem Erschrecken):

Zedekia! Mein König!

ZEDEKIA:

Bist du es, Jeremias, der mir nahet?

JEREMIAS:

Ich bin es, mein König, dein Knecht und Diener Jeremias! (Er beugt sich in die Knie vor dem Könige.)

ZEDEKIA:

Wehe, nicht höhne mich, nicht stoße mich fort, wie ich dich von mir stieß! Zu Asche hat dein Wort mich gebrannt, du Gewaltiger, nun schone mein; nicht wirf mich fort, nicht laß mich allein in der Stunde des Schreckens! Sei bei mir, wie du geschworen vor Gottes Antlitz in der Stunde, der letzten, die ich schaute auf Erden.

JEREMIAS (zu seinen Füßen):