BARUCH:

Töne, oh töne, du Gottesposaune! Auf, Israel, auf, Jerusalem, brecht Gottes Joch!

DIE MENGE:

Zerbrechen wir das Joch ... auf wider Assur ... streiten wir gegen Nabukadnezar ... zu den Waffen ... werft auf das Panier ... Sage, ist es Zeit, daß wir ausziehen ... Krieg wider Assur ... Sag, werden wir ihrer obsiegen?

HANANJA:

Die Stimme des Herrn erbrauset mir innen, wie ein Meer schäumt sie mir stürmend zum Munde, und also tönet sie euch zu: „Erhebe dich, Israel, wappne deine Lenden, fasse froh den Schild und die Speere, auf, tummle deine Rosse, denn Assur ist dein Wild und Babel deine Beute. Gehe an, du Gewaltiger, deine Bedränger zu jagen, ich habe dir Pfeile in den Köcher getan, die nicht fehlen, und Lanzen gerüstet, die nicht splittern. In deine Hand habe ich Assur gegeben, so balle sie zur Faust, Israel, und knicke seine Knochen! Tritt unter die Fersen, die dich bedrückten, hole heim meine Habe, erlöse mich, wie ich dich erlöse. Wirf weg, die dir widerraten, tilge aus, die dich zäumen, nicht höre die Schwachmütigen, nur meinen Boten erhöre! Höre, Israel, höre auf ihn!...“

JEREMIAS (aus der Menge wild aufschreiend):

Nicht höret auf ihn! Nicht höret auf ihn –! Nicht höret auf ihn!

(DIE MENGE weicht im Tumult auseinander. Jeremias wird mitten in der erregten Masse sichtbar. Er arbeitet sich gegen die Stufen zu der Stelle empor, wo Hananja spricht.)

STIMMEN: