Er gab dem Mesner ein zweites Goldstück.
»Pater, laßt mich durch das Hinterpförtchen Eures Klosters hinaus!«
»Sehr gern, Eccellenza!« erwiderte der Mönch.
Kaum war der Chevalier auf der Straße, da begann er, in der Linken den Dolch, in der Rechten sein Pistol, zu laufen, was er nur konnte. Bald hörte er wiederum hinter sich Verfolger. Als er vor seinem Haus anlangte, schien ihm die Türe verschlossen zu sein. Ein Mann stand davor.
»Jetzt gibts einen Kampf!« dachte der junge Franzose. Eben wollte er den Dastehenden niederknallen, da gewahrte er, daß es sein Kammerdiener war.
»Schließ auf!« rief er ihm zu.
Die Türe war offen. Beide huschten hinein und verriegelten die Türe.
»Gnädiger Herr,« meldete der Diener. »Ich habe Euer Gnaden überall gesucht. Ich habe Trauriges zu berichten. Der arme Johann, der Kutscher, ist erdolcht worden. Die Mörder stießen Flüche auf Euer Gnaden aus. Der Dolchstoß hat dem gnädigen Herrn gegolten ...«
Der Diener wollte noch mehr sagen. Da schlugen ein halbes Dutzend Flintenschüsse gleichzeitig durch eins der offenen Fenster, die von der Halle des Hauses nach dem Garten hinaus gingen.
Senecé und sein Kammerdiener stürzten tot nieder, beide von mehreren Kugeln durchbohrt.