Ungefähr in der Mitte zwischen dem Drama-, Seres- und Cavalla-Bezirk liegen noch mehrere kleine Bezirke, unter denen Zichna mit dem gleichnamigen Tabak als wertvoller Herkunftsort am bekanntesten ist.
Neben den den Hauptwert des berühmten Tabaklandes bedingenden Basma-Tabaken werden auch einige Tabake gewonnen, die als Baschibagli verarbeitet in den Handel kommen. In der Cavalla-Region sind es die Pravi-Tabake; in der Drama-Ebene werden die besten Baschibagli-Tabake in den Dörfern Pursitschan (Persitschan) und Kirlikova gewonnen. Danach kommen die Djebel-, Drama- und die sogenannten Nevrokop-Baschibagli des gleichen Bezirkes, die jedoch hinter den erstgenannten an Güte zurückstehen.
Eine Zwischenstellung nimmt der teils im Drama-Bezirk, teils im Cavalla-Bezirk gewonnene Kabakoulak ein, der zwar als Baschibagli verarbeitet wird, jedoch in Blattform und Größe zwischen einem Baschibagli-(Persitschan-) und einem Basma-Blatt steht.
Von den um dieses klassische Gebiet des Orienttabaks herumliegenden Anbaugebieten kommen noch die Nigrita-, die Salonik- und die Chalchis-Region bis zum Golf von Saloniki in Betracht, dann weiter nördlich die Doiran-, die Strumitza- und die Petrich-Region. Nördlich von Seres liegen die Dimirhisar-, die Melnik- und die Nevrokop-Regionen. Dazu kommen nordwestlich von Xanthi die Egridere- sowie die Kirjali-Regionen. In diesen Bezirken werden in der Hauptsache Baschibagli-Tabake erzeugt.
Unter den teilweise sehr guten Bulgaren-Tabaken ist der als Baschibagli in den Verkehr kommende Dubnitza besonders zu nennen, Dubnitza ist ein kleiner Platz südlich von Sofia. Südlich von Dubnitza wächst ein ähnlicher Tabak in einem kleinen rings um den Ort Djumaja gelegenen Bezirk.
Von den Tabaken der heutigen Türkei, deren Hauptgebiet Kleinasien ist, ist der stärkste der Samsoun-Tabak. Er brennt ziemlich schwer und gibt auch dunkle Asche, er hat aber die für die Mischungsprobleme außerordentlich wichtige Eigenschaft, alle diejenigen Tabake, die nicht besonders harmonisch zusammengepaßt werden können, zu verbinden. Er ist im Rauchen glatt und besitzt die bereits oben erwähnte seltene Eigenschaft, den Geschmacksausgleich in sich selbst finden zu können, so daß er ohne Beimischung anderer Tabaksorten geraucht werden kann. Der feinste Samsoun-Tabak wächst in dem Gebiet von Samsoun, das dieser Provenienz den allgemeinen Namen gegeben hat, und zwar auf dem Berge nördlich der Stadt gleichen Namens. Den wertvollsten bezeichnet man mit Maden. Dieser Tabak ist mittelkräftig, dabei aber außerordentlich glatt und von angenehmem Geschmack. Der in der Ebene wachsende Samsoun-Tabak ist ebenfalls von großer Feinheit und sehr gutem Geschmack.
Südlich von diesem Gebiet wächst der Bafra-Tabak, welcher voll und kräftig ist. Auch dieser Tabak ist von ausgezeichneter Qualität. Die Farbe des Bafra-Tabaks ist mehr rötlichbraun, während der Samsoun-Tabak mehr ins Gelbliche geht.
Längs des Schwarzen Meeres, bei Brussa beginnend, gedeiht ebenfalls ein aus Bafra-Samen gezogener Tabak, der aber in der Qualität minderwertiger ist. Die Sortierungen der Schwarzmeer-Tabake werden auch vorzugsweise nach Blattgrößen gewonnen, und zwar heißen die kleinsten Blätter Doruk, die etwas größeren Doruk-Alti und eine etwas andere Blattart Bitjak. Dazu kommen noch als Untersortierungen die Baljabitjak und die Gourmez hinzu.