Zu erwähnen ist noch der östlich von Samsoun gezogene Taschowa-Tabak, ein gehaltloser, gelber und leichter Fülltabak.
Der vornehmste und edelste kleinasiatische Tabak ist der Smyrna-Tabak. Er ist meist hell, besonders in der besseren Qualität. Er ist sehr weich und von sehr starkem Aroma. Der Smyrna-Tabak ist das typischste Beispiel von Würztabaken. Sein Aroma und seine Schärfe läßt ihn für sich allein gemischt für den menschlichen Genuß völlig ungeeignet erscheinen. Aber er besitzt die Eigenschaft, in kleinen Mengen anderen Tabaksorten beigemischt, ein wundervoll süßes Aroma hervortreten zu lassen.
Der feinste Smyrna-Tabak wächst in den Bezirken Ayassoluk, Ghiourkoi und Tshangli. Diese Tabake werden nicht als Basma manipuliert, sondern als Caloups, d. h. die Blätter werden an Fäden aufgereiht, während die in den Bezirken Ligda, Odemich wachsenden Tabake hauptsächlich als Basma verarbeitet werden, was man hier Pastals nennt. Der Ligda-Bezirk ist neben dem Ayassoluk und dem Ghiourkoi der beste Smyrna-Bezirk. Die Bezirke im Innern Kleinasien, und zwar besonders Magnesia, bringen die weniger wertvollen Smyrna-Tabake hervor.
Die Süße und der Duft des guten Smyrna-Tabaks und besonders der als bevorzugt bezeichneten Bezirke ist unvergleichlich. Er ist infolgedessen das hochwertigste Material für Cigaretten einer entsprechenden Geschmacksabsicht. Die verschiedenen Qualitäten des Smyrna-Tabaks, soweit es sich um Pastals d. h. Basma-Arbeit handelt, werden in Dubec, Dubec Basma, Sirapastal und Teterta eingeteilt; soweit sie in Caloups gearbeitet sind, teilt man sie in Caloup-Maxoul, Caloups, Cabas (gereihte Blätter wie die Caloups, aber in geringerer Qualität), Matzakia (geringere Sortierungen) und in Tonges oder Refusen (lose Blätter). Die minderwertigste Sortierung nennt man Kirik, das sind zersplitterte oder zerbrochene Refusen.
Die vorgenannten Tabake, vor allem die mazedonischen, Samsoun- und Smyrna-Tabake werden in ihren oberen Qualitäten je nach der Qualitätsanforderung der Cigarette in größeren oder kleineren Mengen als ausschlaggebende Würztabake beigemischt. Die Mittelqualität dieser Tabaksorten dient bei guten Cigaretten als Füllmaterial. Bei geringeren Cigaretten werden als Füllmaterial in der Hauptsache bulgarische und ähnliche Tabake verwendet.
Die russischen Tabake bilden eine ziemlich scharf abgetrennte Gruppe für sich, da ihre Herbheit und Eigenart eine besondere Form der Cigarette und eine besondere Art zu rauchen bedingt.
Bei fast allen russischen Distrikten werden qualitativ zwei Arten von Tabaken unterschieden, nämlich Tabake, die aus Samsoun-Samen gezogen werden, und solche, die aus Trapezunt-Samen herkommen. Von diesen beiden Arten ist die erste ganz erheblich wertvoller als die zweite. So unterscheidet man z. B. in dem kaukasischen Distrikt, dem sogenannten Kuban-Distrikt, außer dem edelsten Gewächs dieses Gebietes, dem Maikub-Tabak, noch je zwei Arten Sakuban-, Abin- und Martanska-Tabake. Von diesen Sorten besitzt vor allem der Martanska-Tabak aus Samsoun-Samen einen sehr guten Ruf. Er ist ziemlich neutral in seiner Mischwirkung, hellfarbig und von gutem, edlem und vor allem reinem Geschmack.
Die bekanntesten und verbreitetsten russischen Tabake kommen aus der Krim. Es gibt dort einen sehr edlen als Basma verarbeiteten Dubec, der zwar schwer brennt, aber als Würztabak seines starken Aromas wegen sehr gesucht ist. Daneben gibt es auch Baschibagli-Arten. Der eigentliche Krim-Tabak im engeren Sinne wird von Fachleuten Joujenberger genannt.