III. An das Capitelhaus schließt sich die Todtenkapelle an, vom Abte Martin von Egris 1349 zu Ehren des heiligen Alexius gestiftet. Hier ruhen der Stifter der Kapelle und der um das Stift hochverdiente Abt Robert † 1755.
Das Radfenster, gemalt 1845 von Friedrich Walzer, zeigt links den ersten Abt Gottschalk, rechts den heiligen Leopold. Interessant sind die barocken Leuchter, welche Todtengerippe darstellen.
Rings an den Wänden herum sind Grabsteine verstorbener Capitularen des Stiftes aus dem 17. und 18. Jahrhundert eingefügt.
IV. Neben der Todtenkapelle ist das frühgothische etwa gleichzeitig mit dem Capitelhaus gebaute untere Schlafhaus. Diese Halle war einst der Schlafraum der Mönche.
Oberes Schlafhaus.
Vom unteren Schlafhause führt eine Stiege in das obere, Ende des 14. Jahrhunderts gebaute Schlafhaus, eine mächtige, von 20 Säulen getragene Halle im gothischen Style. Dieser kirchenartige Saal diente früher ebenfalls als Schlafraum für die Mönche.
An der Südwand stehen die zwei Colossalstatuen »Sebastian und Rochus« von Giulliani. Vom selben Meister ist auch die Kreuzabnahme, eine sehr belebte figurenreiche Gruppe.
An der Westwand sind fünf Gemälde angebracht:
- Der heilige Laurenz, das Hochaltarbild aus der ehemaligen Mayerlinger Kirche,
- der heilige Benedict und seine Schwester, die heilige Scholastica, gemalt von Rothmayr 1710,
- der heilige Leopold, gemalt von Altomonte 1729,
- Tod des heiligen Josef, von Altomonte 1731,
- der heilige Stefan, von Rothmayr 1710.