Die Paramentenkästen mit kunstvoller Holzmosaik, verfertigt 1802, stammen aus den Händen der geschickten Laienbrüder Lucas Barth und Caspar Willer. Hier wird auch die große Kreuzpartikel verwahrt, die Herzog Leopold V. der Tugendhafte auf einem Kreuzzuge 1182 vom König Balduin erhalten hatte und die er 1187 dem Stifte spendete.

Bernhardikapelle.

Vom Sacristeihof gelangt man zur gothischen vom König Albrecht I. 1300 gestifteten Bernhardikapelle, die unter Abt Marian I. 1697 in die jetzige Form gebracht wurde. An der Außenseite dieser Kapelle stehen die Grabsteine der Aebte Marian II. † 1803; Nicolaus II. † 1824 und Alberik † 1787.

Kreuzweg.

Lohnenswerth ist auch der Besuch des längs der Gaadnerstraße angelegten Kreuzweges, zu welchem außerhalb des Wiener Thores rechts eine Stiege führt. Derselbe wurde 1732 vom Abte Robert und den Einsiedler Sebastian Zettel erbaut. In jeder Station ist eine Leidenscene in Holzrelief in einer gemauerten Kapelle dargestellt. Längs des ganzen, von einer Baumallee beschatteten Weges stehen Sandsteinfiguren, theils von Giulliani, theils unter seiner Leitung von dem Familiaren Josef Schnitzer ausgeführt.

Den Abschluß bildet die mit einem Thürmchen geschmückte Kreuzwegkapelle und unten am Fuße des Hügels der idyllische »Heilandsbrunnen«, der den Heiland darstellt, aus dessen Seitenwunde ein Wasserstrahl springt, darüber die Inschrift: »Ihr werdet mit Freude Wasser schöpfen aus dem Brunnen des Heilandes«. Isaias 12, 3.