„So wird sie mir wohl keine Zigarre anbieten?“
„Kleiner Affe!“ rief Irma lachend, „darf er denn rauchen, Agnes?“
„Nein, Papa hat's ihm streng verboten, trotzdem tut er es manchmal doch.“
„Still, nicht klatschen,“ flüsterte Karl mit einem besorgten Blick auf Maud, die jedoch nicht acht gegeben hatte, sondern ihr ganzes Interesse der großen, dunkel gestrichenen Haustüre und den mit Rollläden und doppelten Vorhängen versehenen Fenstern widmete.
Sie zogen die Klingel und mußten lange warten. Endlich öffnete sich die Tür und ein bejahrtes Dienstmädchen mit sauren Mienen, in einem dunkelblauen Wollkleide mit kurzen Ärmeln und einer großen Leinenschürze, erschien in derselben.
„Ist Fräulein Müller zu Hause?“ fragte Irma.
„Ja, gnädiges Fräulein,“ lautete die Antwort mit einem keineswegs freundlichen Blick auf die kleine Gesellschaft.
„Nun, dann können wir wohl eintreten.“
„Nicht so rasch, bitte, ich weiß doch nicht, ob das Fräulein empfangen will.“
„Dann fragen Sie, aber so lange brauchen wir doch nicht hier auf der Matte zu stehen.“