„Hat die romantische Schönheit dieses Ortes Sie auch verlockt, hier etwas zu ruhen, gnädiges Fräulein?“ fragte er.
„Ja, mein Herr,“ stammelte Irma verlegen; gleichzeitig erhob sie sich, um weiter zu gehen.
„Ich bitte Sie,“ rief er erschrocken, „lassen Sie sich durch mich doch nicht stören. Ich würde es mir nie verzeihen, wenn ich die Ursache wäre, daß Sie dies herrliche Fleckchen Erde verließen. Soll ich gehen?“
Sie überwand ihre Schüchternheit und sah ihn an. Auf seinem Antlitz las sie eine so unverhohlene Bewunderung, daß ihr der Mut wuchs.
„Dies Reich gehört mir nicht,“ entgegnete sie lächelnd, „folglich habe ich nichts zu befehlen.“
„Dann darf ich also einen Moment verweilen? Kommen Sie oft hierher?“
„Nein, im vorigen Jahr machten wir zuletzt die Fahrt. Es ist von F. immer eine ganze Reise nach hier.“
„Sie wohnen in F.?“
„Ja, bei meiner Großmutter.“
„Welch ein Glück!“