„Weil ich finde, daß du dich zu viel mit jenem jungen Manne unterhältst. Das fällt auf.“
„Aber Mama, wir haben ein paarmal zusammen getanzt. Was tut denn das?“
„Nichts, doch du hättest auch mit andern tanzen können, mit Hans zum Beispiel.“
Irma schwieg und schwebte auf den Professor zu, der mit einigen Studenten plauderte.
„Onkel, nun kommt deine Einladung an die Reihe.“
„Ja, kleiner Schelm,“ und er kniff ihr in die glühenden Wangen. „Heute ist unser Kind in seinem Element, was?“
Irma wurde rot, weil der alte Herr sie in Gegenwart der jungen Leute so behandelte, aber sie war doch zu glücklich, um etwas anderes zu tun, als lächelnd zu nicken.
Professor Fuchs zog ihren Arm in den seinen.
„Darf ich die Damen und Herren bitten!“ rief er und eröffnete den Zug; paarweise folgten die übrigen. Die Kellner hatten im Garten eine lange Tafel hergerichtet. Auf der blau und rot karrierten Tischdecke prangte die Riesenbowle, umgeben von den goldschimmernden Gläsern, rechts und links flankiert von zwei großen Blumensträußen.
Wie es zuging, wußte sie selbst nicht, aber wieder fand Irma ihren Platz neben Hochstein. Bald schallte fröhlicher Gesang und Gelächter durch den Garten. Unter ohrbetäubendem Jubel stimmte Professor Fuchs das alte Studentenlied an: