Da schlugen sie einen anderen Ton an und baten flehentlich, wir möchten doch endlich die Reise nach Süden aufgeben. Wenn wir auf demselben Wege, den wir gekommen, wieder umkehren wollten, sollten wir Führer und Proviant und alles, was wir nur brauchten, haben, ja, dann würde alles in jeder Hinsicht gut werden.

Ich hatte gar nicht die Absicht, noch weiter „wider den Stachel zu löcken“; tatsächlich hatte ich für diesmal genug von Tibet und sehnte mich nach Ladak und noch mehr nach Hause, nach meiner schwedischen Heimat. Spaßeshalber aber sagte ich noch einmal, daß alle ihre Versuche vergeblich seien.

„So“, antworteten sie, „nun gut, wir werden nicht auf euch und eure Leute schießen, aber wir werden eure Reise unmöglich machen!“

„Wie soll das geschehen?“

„Zehn, zwanzig von unseren Soldaten werden je einen eurer Reiter festhalten, und ebenso viele jedes Kamel, wir werden eure Tiere festhalten, bis sie nicht mehr stehen können und stürzen.“

„Wenn wir dann aber auf euch schießen?“

„Das macht nichts; wir werden auf jeden Fall getötet, wenn wir euch durchlassen. Wir haben bestimmte Befehle aus Lhasa erhalten.“

„Zeigt mir sie, dann werde ich nicht weiter nach Süden gehen“, antwortete ich.

„Sehr gern“, sagten sie und ließen das Papier aus dem Zelte der Gouverneure holen. Es wurde von dem jüngeren Gesandten vorgelesen und war ein recht merkwürdiges Aktenstück. Schereb Lama las mit und konnte kontrollieren. Nach einer ersten Vorlesung und Übersetzung nahmen wir es langsam Punkt für Punkt noch einmal durch, so daß ich es in mongolischer Sprache mit lateinischen Buchstaben abschreiben konnte. Später übersetzte ich es ins Schwedische.

Es lautete, wie folgt. Zuerst die Adresse auf der Außenseite des zusammengefalteten Papieres: