Schlau und erfahren, wie der große Taa war, hatte er den Sohn nämlich von frühester Jugend an daran gewöhnt, seine Beute mit ihm zu teilen.
So oft ward Klein-Taa der leckerste Teil seines Fanges weggenommen, daß er es allmählich als selbstverständliche Pflicht empfand, diesen kräftigen alten Kerl versorgen zu müssen.
Jetzt, wo es Winter mit ungünstigen Witterungsverhältnissen geworden war, und die Spärlichkeit der Beute das Leben noch kümmerlicher für einen alten, abgelebten Marder machte, hing sich der große Taa wie eine Klette an seinen Sohn und wich nie — auch nicht am Tage — von seiner Seite.
Klein-Taa empfand es zuweilen als etwas Naturwidriges, daß sie beide am Tage in derselben Höhle saßen und Grillen fingen, da aber auch für Marder Wohnungsnot herrschte und der Frühling noch nicht in der Luft zu spüren war, fand er sich darein.
Eines Morgens bei Tagesgrauen kehren sie beide schneedurchnäßt heim. Strix hört Vater und Sohn in ihre Behausung schlüpfen und anfangen, sich in ihrer luftigen Stube zu putzen.
Strix sitzt in der ihren über ihnen.
An diesem Morgen sind Spuren im Schnee zu lesen, und die Jäger sind überall auf den Beinen.
Drei große, starke Männer folgen den Mardern auf den Fersen; sie finden den Baum, versuchen hinaufzuklettern, sind aber nicht imstande dazu. Da zünden sie Feuer an der Wurzel des Baumes in dem Loch des Moorschweins an. Das „Schwein“ wird gebraten — und es schwält häßlich durch den ganzen mürben Stamm hinauf. Der große Taa niest, und Klein-Taa niest, und auch Strix muß niesen. Jeder von ihnen denkt, daß es ihm gilt.
Aber als die Marder hinausschlüpften, flog auch Strix auf ... Die Jäger schossen den großen Taa. Strix und Klein-Taa bekamen sie nicht.
Wo sollte Strix jetzt nur bleiben?