Da werden die beiden wütenden Gegner im Handumdrehen Busenfreunde, sie springen hoch in die Luft empor, ihr nach.

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Hier auf der Heide liegt ein altes Eichengestrüpp. Es liegt auf einem Hügelabhang, nicht weit von dem Hünengrab, in dem sich der Fuchsbau befindet. Das struppige Heidekraut reicht den kleinen, verrenkten Eichenkrüppeln an vielen Stellen weit über den Kopf. Aber die Knirpse sind trotzig — sie krümmen sich zu einer dichten und umfangreichen Krone, indem sie die Zweige wild und heftig um sich schlingen. An den Zweigen wachsen Blätter — und dieser Sonnenschirm benimmt dem Heidekraut den Mut.

Höher hinauf an den Abhängen, wo die Knirpse in Gesellschaft stehen und durch ihr Zusammenhalten Macht gewinnen, muß sich das Heidekraut damit begnügen, eine Verbrämung um die Lichtungen zu bilden.

Und ganz oben auf dem Hügelrücken werden sie zu Bäumen, die fast Manneshöhe erreichen.

Diese Bäume nennen die Heidebauern „Wald!“

Es ist wilder Wald: keine Steige außer denen, die das Wild tritt, finden sich hier. Hier wachsen Zitterespen zwischen Ebereschen. Und Adlerfarne zwischen den Zitterespen. Das Geisblatt duftet. Hier ist Lauberde und Waldboden und Maiblümchen und Schatten hier auf der Heide! Im Frühling kommen hier Anemonen und im Herbst Pilze, und die Eichen tragen kleine, verkrüppelte Eicheln.

Ein Stelldichein für Tiere und Vögel ist dies Gestrüpp — ein Sammelplatz für die Insekten! Sie feiern die Ankunft jedes Warmblütlers und wimmeln ihm tanzend entgegen, wie Wilde bei der Landung eines vornehmen Europäers.

In diesem Gestrüpp schlägt Strix manch einen leckern Raub!

Es ist ein holdseliger Morgen!