Alle Menschen sind in ihren Steinhöhlen, nur ihre Gewänder —: Frauenhemden und Strümpfe, Socken und Männerhemden, die zum Trocknen hinausgehängt sind, nehmen noch den Kampf mit der Finsternis auf.

Da wimmert und pfeift und schreit es um die Gebäude herum, da heult es in der Nacht, gierig und garstig, während Strix die von den Menschen fett gemachten Ratten kröpft.

Alle ihre Jagdmethoden wendet Strix hier in der Heide an; sie macht Birkhühner und Hasen bange mit ihrem Geheul, schlägt sie in der Luft und im Fluge. Sie entreißt auch andern Raubtieren ihren Raub, wo sie dank ihrer Überrumpelungstaktik ihre Nebenbuhler von hinten überfallen kann.

Eines Abends segelt sie lautlos über die Heide ...

Sie streicht ganz niedrig und folgt den Windungen des Bachlaufes durch den langen, grasgefüllten Talboden. Da hört sie plötzlich unter sich einen klagenden, jammernden Laut und gewahrt nun zwei engverschlungene Gestalten, die sich im Wasser tummeln. Sie schießen in die Tiefe hinab, kommen plötzlich wieder zum Vorschein und treten Wasser, so daß der Bach schäumt.

Es sind zwei Ottern im Kampf.

Nach einer Weile arbeiten sie sich an Land und kämpfen dort weiter ...

Der eine hat einen leckern Fisch im Maul, und dem gilt der Kampf.

Strix schlägt zwischen ihnen nieder und setzt ihren Fang auf den Fisch. Da sitzt sie dann, äugt mit den Lichtern bald den einen, bald den andern an und versetzt ihnen einen Schlag mit dem Flügel, wenn ihre fauchenden Gesichter ihr ein wenig zu nahe kommen.

Dann auf einmal fliegt sie mit der Beute auf!