2. Verhinderung der Verlandung der Seen und Flüsse,

3. Ausnutzung von hunderttausend Hektaren Land, die jetzt vollkommen tot daliegen.

Es liegt im vaterländischen Interesse, alle Bestrebungen zu unterstützen, die eine größere Ausbeute der heimischen Naturschätze gestatten und uns dadurch, wenn auch vorläufig nur wenig, von der Einfuhr ausländischer Futtermittel unabhängig machen. Es wäre daher sehr erwünscht, wenn praktische Schweinezüchter Versuche mit »Fragmit« anstellen würden.

Selbstverständlich müssen die Wurzeln im Winterhalbjahr gewonnen sein, weil sie zu dieser Zeit die meisten Nährstoffe besitzen. Im Sommer frißt das Wildschwein weder Farn- noch Rohrwurzeln.

Für Höhentiere, also Ziegen und Schafe, käme das Fragmit weniger in Betracht. Dagegen könnten Versuche auch bei Rindern und Pferden angestellt werden, da Rinder in Niederungen leben, und Pferde die Schößlinge des an Steppenseen wachsenden Rohrs fressen.

[109]. Die Rassen des Schweins.

Man unterscheidet folgende Rassen: 1. krausborstige Schweinerassen, die hauptsächlich im Südosten Europas leben, z. B. das Mangaliczaschwein, 2. romanische Schweinerassen, die in Südeuropa leben, 3. kurzohrige Schweinerassen, wozu das bayerische Schwein und das Bakonyer Schwein gehören. In Berlin wird das Bakonyer Schwein gewöhnlich »Pachuner« genannt. 4. Großohrige Schweinerassen, 5. englische Schweinerassen.

Die Engländer haben es verstanden, durch Kreuzung mit indischen und romanischen Schweinen ausgezeichnete Rassen zu erzielen, beispielsweise Essex-Schweine, Yorkshire-Schweine, Berkshire-Schweine usw. Diese englischen Rassen sind stark bei uns eingeführt worden und haben die heimischen Schläge vielfach verdrängt. Da das englische Edelschwein neben großen Vorzügen sehr empfindlich und wenig fruchtbar ist, so hat man es mit deutschen Schweinen gekreuzt und züchtet das sogenannte deutsche Edelschwein.

Das Schwein ist kein Wiederkäuer, wie bereits erwähnt wurde. Es hat außer den Eckzähnen im Oberkiefer sechs Schneidezähne. Es gehört zu den Paarhufern aus der Familie der Schweine. In Bessarabien gibt es Einhuferschweine.