Die Füße des Pfauen sind nur nach menschlichen Begriffen häßlich. Für einen Baumvogel sind sie sehr zweckmäßig und daher nicht unschön.
Der Pfau ist in Südasien heimisch. Er ist namentlich oft in Gegenden anzutreffen, wo auch der Tiger weilt.
Auch das Perlhuhn ist vielen Menschen lästig, weil es seine wenig schöne Stimme so oft erschallen läßt. Im Zoologischen Garten sehen wir außer dem gewöhnlichen silbergrauen Perlhuhn noch eine weiße Art.
Die Perlhühner stammen aus dem heißen Afrika, weshalb sie Wärme lieben. Ihre Eier legen sie gern in Gebüschen ab, was man heute bei den zahmen ebenfalls beobachten kann.
[157]. Vergißt der Fasan das Fliegen?
Fasanen sehen wir im Zoologischen Garten in den verschiedensten Arten, so namentlich den herrlichen Goldfasan, den sehr schönen Silberfasan usw.
Der Fasan kommt eigentlich mehr als Jagdvogel in Betracht. Vor dem Kriege gab es Fasanerien, wo Tausende von Fasanen großgezogen wurden.
Als besondere Dummheit wurde dem Fasan in Jägerkreisen angerechnet, daß er beim Erscheinen eines Hundes das Fliegen vergißt. Ich glaube nicht recht daran, daß es aus Dummheit geschieht. Alle diese schwerbeinigen Vögel sind vortreffliche Läufer, aber sehr schlechte Flieger. Viele, wie Trappen und Truthühner, müssen überhaupt erst einen Anlauf nehmen, um in die Luft zu kommen. Ein im Jagdrevier gut gefütterter Fasan weiß wahrscheinlich, daß seine Anstalten, um zu fliegen, so umständlich und zeitraubend sind, daß ihn der Hund sicher inzwischen gepackt hat. Dagegen hat er beim Rennen immer noch die Aussicht, in ein Dickicht zu geraten, wohin ihm der Hund nicht folgen kann.
Der Fasan stammt aus Westasien, nämlich von den Küstenländern des Kaspischen Meeres. Er soll schon im Altertum nach Griechenland gebracht worden sein. Heute ist er in manchen Gegenden, z. B. in Böhmen, verwildert.
Wie alle Hühnervögel ist der Fasan sehr fruchtbar. Die Fasanenhenne legt etwa 8 bis 15 Eier, die sie in etwa 24 Tagen ausbrütet.