[80] Riepl, S. 149.
[81] Philostrat II, p. 43, 27 ed. Kayser.
[82] Noch Claudian schrieb ein Gedicht De mulabus Gallicis.
[83] Gellius 15, 4.
[84] Anders als im letzten Weltkriege. Ich möchte die Worte hierher setzen, die Exzellenz Gröner Anfang März 1917 in Düsseldorf im Verein der Eisenhüttenleute gesprochen hat: „Heute müssen die Heere auf Räder von Eisen gestellt werden, und so rollen sie dem Feinde entgegen, von einem Kriegsschauplatz zum anderen, und die Eisenindustrie liefert dem Heere nicht nur die Beine, sondern vor allem auch die stahlgepanzerte Faust.“
[85] Die Sache scheint befremdlich (vgl. H. Delbrück, Preußische Jahrbücher Bd. 167, S. 211 Anmerkung); für Trajan aber haben wir das Zeugnis der Trajanssäule und Plinius Panegyr. 14; für Alexander Severus die Vita 48, 4; für Caesar Sueton Caes. 57; für Marius Plutarch Mar. 13. Weniger beweisend ist das περιϊών bei Plutarch im Leben des Antonius c. 47 und Lukull als πεζός Plut. Lukull 28. Dagegen sehen wir den Agricola zu Pferde (Tacitus Agr. 35), ebenso Sulla (Plut. Sulla 21), ebenso Maximin (Script. historiae Aug. Maximin 12); vgl. auch Livius 22, 3, 11 u. 49, 3. Genauer schreibt Claudian De IV. consul. Honorii 349 dem Imperator vor: nunc eques in medias equitum te consere turmas, nunc pedes assistas pediti; d. h. schließt der Oberfeldherr sich der Infanterie an, so soll er zu Fuß gehen, mit der Kavallerie reiten.
[86] Expedire heißt eigentlich den Fuß befreien, wie impedire den Fuß hemmen, compedire die Füße mit Fesseln zusammen schließen. Jenes bestand darin, daß man das schleppende Kleid hoch gürtete; der Kriegsmann geht cinctus, d. h. er gürtet das Kleid. Wichtig zum Verständnis ist, daß der alte Plautus Amph. 308 schreibt: cingitur: expedit se: „er gürtet sich, er will freien Fußes losfahren.“ Das wird hernach im übertragenen Sinn gebraucht, und Livius schreibt 38, 21: expedire se ad pugnam, d. i.: „alles Gepäck beiseite werfen, um kämpfen zu können.“ Deshalb heißt „Expedition“ in der alten Heeressprache dasjenige militärische Unternehmen, bei dem ein Wagentroß nicht mitgeführt wird; so wiederum bei Livius: cum promptissimis iuvenum praedatum atque in expeditiones ire. Wer promptus ist, ist expeditus. Vgl. auch Hirtius, Bellum Gallicum VIII, 34, wo es die expediti sind, die nächtliche „Expeditionen“ unternehmen.
[87] Seneca, Epistel 87 und 123, 7. Gute Abbildungen bespannter Wagen sind selten; um so wertvoller das neugefundene griechische Marmorrelief aus älterer Zeit: Archäol. Jahrbuch 1918, Anzeiger S. 15, Abb. 13.
[88] Statius Silven 3, 5, 75.
[89] Seneca Ep. 77.