[206] Vgl. E. Knoll, Über das Attribut der Beflügelung, München 1888; vorher J. Langbehn, Flügelgestalten, 1880. Paradox hierüber Victor Hehn, Reisebilder aus Italien und Frankreich (1894), S. 72, in Anknüpfung an Rafaels Vision des Ezechiel; mit diesem Gemälde Rafaels kann vielmehr das pompejanische Bild des fliegenden Zephyros mit Chloris (in Neapel) verglichen werden.
[207] Die Nikeflügel wurden mit den Erosflügeln identifiziert von Aristophon im Pythagoristen (fragm. comic. II, p. 280, Kock).
[208] Vgl. De Am. p. XLII. Bei Alexis (Kock a. a. O., S. 305) steht als Ansicht der „Sophisten“: nicht der Eros selbst könne fliegen, sondern die Liebenden; aus Irrtum malten die Maler ihn selbst mit Flügeln.
[209] Vgl. Roscher, Mytholog. Lexikon III, S. 1410 und 1462.
[210] Die Analogien, die Usener „Götternamen“ S. 298, heranzog, sind nicht zutreffend. Er verkannte, daß die Amoretten gar keine Götter, kein Gegenstand der Religion waren; denn sie hatten keinen Kultus. Sie sind lediglich ein Spiel der dichtenden Phantasie, und solchem Phantasie-Spiel kann man nicht auf gleichsam grammatischem Wege mit Analogien, wie Usener sie bringt, beikommen. Wer Poesie erklären will, muß in das volle Menschenleben greifen; denn alle Dichtung ist Reflex des Lebens, und das Leben ist kompliziert. Ein paar Zeilen genügen nicht, um die Sache zu erledigen.
[211] Alexis im Phaidros bei Kock, Bd. II, 386.
[212] Man vergleiche den Ausspruch des Ptolemäus bei Athenäus S. 536 E.
[213] Vgl. De Am. p. X.
[214] Vgl. p. XXXVII.
[215] Vgl. zum Folgenden p. X ff.