[280] De provid. 4.
[281] Epist. 78, 16.
[282] Epist. 60, 4.
[283] Ad Marciam 23.
[284] De otio 1, 4: selbst unser Tod soll noch nützlich sein.
[285] Ad Marciam 20, 3.
[286] Epist. 77, 4: vita non est imperfecta, si honesta est.
[287] Ad Marciam 26, 4. In Senecas Tragödie „Troades“ V. 392 ff. leugnet der Chor eine Fortexistenz der Seele, die nach dem Tode wie der Rauch verfliegt — post mortem nihil est ipsaque mors nihil usf. Dies erklärt sich jedoch aus dichterischen Rücksichten. Dem gestorbenen Achill zu Ehren soll dort die Jungfrau Polyxena geschlachtet werden; der Chor der Frauen will dagegen beweisen, daß dies Opfer sinnlos ist; denn der Tote, Achill, hat davon keine Wahrnehmung. Daher also die pessimistischen Ausführungen; Andeutungen der Hoffnung auf Glück im Jenseits waren eben hier in diesem Zusammenhang unbrauchbar. Zum Schluß aber hat doch derselbe Chor, v. 407, auf die Frage, wo bleibt denn die Seele des Gestorbenen? die genaue Antwort: da, wo die noch Ungeborenen sind. Damit ist, was Seneca persönlich glaubt, zum wenigsten angedeutet, und das genügte. Denn dasselbe lehrt Seneca auch in seiner Trostschrift an Marcia: Der Zustand der Ruhe nach unserem Tode ist derselbe wie vor unserer Geburt (19, 5), d. h. die Seele war präexistent und wird im Tode wieder, was sie war. So kann denn dort auf Grund dieser Voraussetzung im c. 23 weiter ausgeführt werden, daß, wer stirbt, ad superos geht (die Existenz der inferi, einer Unterwelt, wird, wie jenes Chorlied zeigt, geleugnet), und daß er damit zu seinem Ursprung zurückkehrt, und im c. 24 u. 25 die Ausmalung der jenseitigen Existenz noch weitergeführt werden.
[288] Medea 866.
[289] Vgl. Herc. fur. 139 f. u. 191 f.; auch Agam. 102 f. Der Arme ist nur unglücklich, weil es Reiche gibt, mit denen er sich vergleicht: Troad. 1018 ff. Über das Unglück und die Arglist der Könige Agam. 57 f.