[270] Was Gegenstand der Philosophie sein soll, zählt Seneca De brev. vitae 19 auf; da wird auch die ganze Physik mit einbegriffen, der sich Seneca auch auf Korsika widmete; s. ad Helviam 20.
[271] Auf Grund der Aussagen von Augenzeugen; s. Natur. quaest. VI, 31, 3 und sonst. Der Ätna soll ihm zu Ehren bestiegen werden: Epist. 79, 2.
[272] Ich betrachte es als selbstverständlich, daß zu dieser Expedition, die Nero unternehmen ließ und die, wie es scheint, die Form eines kriegerischen Vorstoßes annahm, die Anregung von Seneca kam, der der Hauptvertreter der geographisch-physikalischen Interessen jener Zeit war, selbst in Ägypten gelebt, ein Buch über Ägypten geschrieben hatte (vgl. dazu Nat. quaest. VI, 26) und dauernde Beziehungen zu dem Nilland bewahrte; worüber unten.
[273] S. Medea 375. Andere wissenschaftliche Voraussagungen „veniet tempus“ eqs. s. Nat. quaest. VII, 25, 4 f. u. 30, 5.
[274] Epist. 79, 11 f.
[275] Dies hebt E. Zeller mit Recht hervor.
[276] Dies tut leider auch Friedländer a. a. O. Daß Senecas schriftstellerischer Erfolg weit mehr durch die Form als den Inhalt bedingt war (derselbe S. 226), ist allerdings richtig; denn ausgedehnte Sittlichkeitsvermahnungen pflegen die Menge durch ihren herben Inhalt stets abzuschrecken, und nur die Art des Vortrags macht sie wirksam.
[277] Vgl. Zur römischen Kulturgeschichte, 3. Aufl., S. 146 f.
[278] Gegen die Tierhetzen u. ä. redet Seneca z. B. ausdrücklich De brev. vitae 13, 6 f.; De clementia 1, 25, 1. Gleichwohl kannte er natürlich die Kampfarten der Gladiatoren genau: De constantia 16, 2; De ira III, 43, 2.
[279] „Für Gott ist es der schönste Anblick, im Unglück Cato aufrecht stehen zu sehen,“ De provid. 4.