[265] René Waltz, Vie de Sénéque, Paris 1909; vgl. Historische Zeitschrift, herausgegeben von Meinecke, Bd. 104, S. 605.

[266] Diese hat Friedländer einmal zu geben versucht, Historische Zeitschrift, Bd. 85, S. 193 ff.; aber er läßt die Hauptsache vermissen, eine zusammenhängende Würdigung der Ethik Senecas, sowie den Nachweis des Zusammenhangs seiner Schriftstellerei mit seinem Leben und Lebenszielen.

[267] Er hatte auch außerhalb Italiens, in Ägypten, Grundbesitz: trans mare possides, De vita beata 17, 2. Über dort gefundene Quittungen mit γῆ Σενέκα s. Gercke, Seneca-Studien, S. 302.

[268] S. J. Cunliffe, The influence of Seneca on Elizabethan tragedy. Vgl. auch Brandl in d. Sitzungsber. der Berl. Akademie, 14. Dez. 1917. Übrigens ist hier auch Chaucer zu nennen; wenn es bei Chaucer heißt:

Wahr ist das Wort: Herrschaft und Freierschaft

Vertragen nimmermehr Genossenschaft,

so stammt dies aus Senecas Agamemnon. V. 260:

nec regna socium ferre nec taedae sciunt.

Vgl. R. Peiper in Fleckeisens Jahrbb. 97 (1868), S. 65.

[269] Seneca weiß sehr wohl, daß der Mensch, der sich isoliert, leichter der Verfehlung entgeht: meliores erimus singuli (De otio 1, 1); aber die Bürgerpflicht und Menschenpflicht zwingt ihn, die Isolierung zu vermeiden.