Auch die selbstgebackene zweite noch.

Die zweite Tochter ist der Krug.

Du leerst die Tochter in einem Zug.

Ja, auch solch ein „Zug“ ist ein Hochzeitszug.

Herbei, ihr Leute, und stimmet an:

Ein Hoch dem strebsamen Tochtermann!

Ob sich Noctuinus nicht an dem Dichter gerächt hat? Denn im Schreibtisch blieb das Gedicht sicher nicht liegen. Anschaulicher noch das andere Stück auf den Sabinus, den Parvenü, der früher bloß Quintio hieß, der in Cremona einst Pferdeknecht gewesen, dann sich zum Spediteur heraufgearbeitet hat. Es war die Zeit von Caesars Gallierkriegen, von denen schon vorhin die Rede war. Große Militärtransporte gingen damals für das Heer über Norditalien nach Frankreich. Allein aus dem nachfolgenden Vergilgedicht lernen wir drei dort ansässige Transportfirmen kennen; berühmter noch war der Großbetrieb des Spediteurs Ventidius Bassus, den Caesar um seiner Verdienste willen hernach zu den höchsten Staatsämtern beförderte. Der Sabinus aber gab, als er glücklich reich geworden, in Cremona sein Geschäft auf, wurde Duumvir oder der höchste Magistrat am Ort und ließ nun in der Vorhalle des Tempels des Castor und Pollux — oder der „Castoren“ — sein Sitzbild aufstellen, das jeder mit Hohn und Ingrimm sah, der ihn einst als Knecht gekannt hatte. Auch den jungen Vergil packt der Grimm, und wir hören:

Ihr Leute, seht: das ist das Abbild des Sabin.

Was sagt er? daß er einst der schnellste Spediteur.

Nie hat im Flug das leichtste Gig ihn überholt