»Vom Prinzen Heinrich. Aber von dem ganz alten, der schon fast hundert Jahre tot ist.«

»Da konntet ihr auch was Besseres tun.«

»Wenn du wüßtest, was uns Stechlin von ihm erzählt hat, und daß er – nicht Stechlin, aber der Prinz – ein Misogyne war, so würdest du vielleicht anders sprechen.«

»Misogyne. Das freilich ändert die Sache. Ja, lieber Stechlin, da kann ich Ihnen nicht helfen, davon muß ich auch noch hören. Und wenn Sie mir's abschlagen, so wenigstens was Gleichwertiges.«

»Gräfin Melusine, was Gleichwertiges gibt es nicht.«

»Das ist gut, sehr gut, weil es so wahr ist. Aber dann bitt ich um etwas zweiten Ranges. Ich sehe, daß Sie von Ihrem Ausfluge erzählt haben, von Ihrem Papa, von Schloß Stechlin selbst oder von Ihrem Dorf und Ihrer Gegend. Und davon möcht ich auch hören, wenn es auch freilich nicht an das andre heranreicht.«

»Ach, Gräfin, Sie wissen nicht, wie bescheiden es mit unserm Stechliner Erdenwinkel bestellt ist. Wir haben da, von einem Pastor abgesehen, der beinah Sozialdemokrat ist, und des weiteren von einem Oberförster abgesehen, der eine Prinzessin, eine Ippe-Büchsenstein, geheiratet hat …«

»Aber das ist ja alles großartig …«

»Wir haben da, von diesen zwei Sehenswürdigkeiten abgesehen, eigentlich nur noch den ›Stechlin‹. Der ginge vielleicht, über den ließe sich vielleicht etwas sagen.«