„Das ist recht, Jerse. Und nun schließt auf. Ich will erst sehen, wie es in der Kirche aussieht“.

Sie traten in das Mittelschiff. Nicht weit von der Kanzel war ein Reliefbild in die Wand eingelassen, ein Reiter in der Tracht des dreißigjährigen Krieges. Der Oberst blieb stehen. Es war das Bildnis seines Vaters. Daneben war ein zweiter Stein, eine seltsame Rokoko-Arbeit. Minerva, mit drei Marabouts auf dem Haupte, sah einen vierzehnjährigen Knaben auf sich zuschreiten, der ihr, huldigend, einen Apfel überreichte. Alles buntbemalt. Die bunte Farbe reizte die Neugier des Kindes.

„Was ist das?“

„Das ist eine Göttin. Weißt Du, was eine Göttin ist?“

„Nein. Ich will nur wissen, wer der Junge mit dem Apfel ist.“

„Das ist Dein Oheim. Er war sehr fleißig und ist ganz jung gestorben“.

„Ich will nicht fleißig sein.“

„Nun hört, Jerse, wie der Junge aus aller Art ist.“

„Dat wahrd en richt’gen Junker, gnädge Herr. Wat brukt so’n lütt’ Junker veel to liernen! Et givt all so veel davun.“

„Nun, Jerse, wollen wir in die neue Gruft.“