Anmerkung. Von Altenhain intr. Partie durch Altenhain, Olbersdorf nach der Sternmühle und nach Erdmannsdorf. Sehr idyllischer Thalzug (8 km). Sternmühle ist Restaurant.

18. Chemnitz-Klaffenbach (10 km). Burkhardsdorf (3 km). Dittersdorf (4 km). Einsiedel (3 km). Chemnitz (8 km).

Mit Dampf bis Station Erfenschlag oder zu Fuss den Altchemnitzer Wiesenzug aufwärts. (Die Güter zur Linken lassend.) Harthau, Kirchdorf im engen Würschnitzthal. Grosse Kammgarnspinnerei. Die Strasse windet sich in Serpentinen, die sich durch Fusswege abschneiden lassen, den Berg hinauf nach der Klaffenbacher Bergschenke. Kurz vor der Schenke treffliche Aussicht auf Chemnitz und seine weitere Umgebung. Ein sehr altes Kreuz bei dem Dorfe Klaffenbach soll die Stelle bezeichnen, an der 892 Bischof Arno von Würzburg erschlagen wurde von den ergrimmten heidnischen Sorben. In der Nähe der Bergschenke erhebt sich der Geyersberg (493 m). Die erste Bergkuppe im Erzgebirge südlich von Chemnitz. Schöne Rundsicht besonders auf Chemnitz und das Zwönitzthal.

Burkhardsdorf ist ein Marktflecken mit 3300 Einw. Gasthof zur Gold. Aue. Bahnhofsrest. Strumpfwirkerei. Liegt im Thalzug der Zwönitz.

Zwönitz abwärts gelangen wir nach Kemptau. (Wahrscheinlich entstand der Name aus den slav. Camenowe, »Steinau«, von den Kemptauer Steinen, die oberhalb des Dorfes imposante Felsgruppen darstellen. 484 m). Eine Strasse führt am Thalgehäng hoch über dem Zwönitzfluss an einem Kalkofen vorüber in weitem Bogen nach Dittersdorf. Geräder, doch nicht so intr. ist der Weg im Thalzug. Dittersdorf ist Eisenbahnstation. Einsiedel, siehe [Seite 61].

19. Von Chemnitz nach der Pelzmühle (9 km). Oberrabenstein (2 km).

Man fährt mit Dampf bis Stat. Siegmar oder wandert durch die Industriedörfer Kappel und Schönau dahin ununterbrochen in fast geschlossener Gasse. Die Pelzmühle am grossen Pelzteich ist ein vielbesuchtes Rest. mit schönem Garten und soll ihren seltsamen Namen schon den Kelten zu verdanken haben. Auf dem Teiche Kähne zu Wasserpartien. Oberrabenstein hat eine alte finstere Burgruine, welche früher Sitz der Kaiserlichen Voigte war, ehe die Rabensteiner Herrschaft an das Chemnitzer Benedictinerkloster verkauft wurde. Kalkbrüche mit vielen Feldspathkrystallen. In Niederrabenstein hübsche goth. Kirche. Von Städtern vielbesuchter Gasthof mit Tanzsaal (zu Fuss über Ruttlof nach Chemnitz zurück 7 km).

20. Chemnitz-Limbach (per Bahn 18 km, zu Fuss über Rabenstein 12 km). Wüstenbrand (7 km). Chemnitz (15 km).

Mit Dampf fährt man an dem grossen Strumpfwirkerdorfe Wittgensdorf vorüber. 3600 Einw. Zu Fuss geht man über Ruttlof und Rabenstein durch den Rabensteiner Wald. (Rechts der Strasse ein Denkstein, Näheres siehe Inschrift.) Ein schöner Waldweg führt von Rabenstein direct nach Wüstenbrand (6 km).

Limbach. Zum Hirsch. 7000 Einw. Städtisch angelegtes Dorf. Hier erbaute David Esche Anfang des 17. Jahrhunderts den ersten Strumpfwirkerstuhl und ward so nicht nur Begründer des grossen Strumpfhauses Esche, sondern führte die Strumpfwirkerei überhaupt in der Gegend ein. In Limbach besteht eine Strumpfwirkerschule.