Lössnitz siehe [Seite 114].
Von hier nach Zwönitz wird sich die curvenreiche Bahnfahrt nicht erst verlohnen. Man schlägt den Weg über Dittersbach ein.
Zwönitz siehe [Seite 114].
Nach Geyer führt eine einsame Waldstrasse, die bis 732 m ansteigt. Unterwegs rechts eine Edeltanne mit Erinnerungsstein an König Johann.
Geyer siehe [Seite 110].
52. Zwickau-Schwarzenberg (40 km). Sosa (13 km). Eibenstock (4½ km). Schönheide (5 km). Kirchberg (über Neuheide und den Kuhberg 18 km). Zwickau (12 km).
Von Zwickau bis Schwarzenberg siehe Routennetz.
Man geht von hier die Eibenstocker Strasse. (Die Morgenleithe s. [Seite 121].) Der Ochsenkopf bleibt links. Am Jägerhaus 779 m u. M. Gasthof. Bald darauf bergab nach Sosa. Hübsch im Thalzug gelegenes Dorf. Von hier führt ein direkter Fusspfad quer durch den Bockaugrund, (wo ehemals die Zimmersacherhäuser standen) und dann hinauf nach
Eibenstock. Rathhaus. Stadt Leipzig. Am Gerichtsamt 628 m ü. M. 6700 Einw. Sitz eines Hauptzollamts und einer Oberforstbehörde. Eibenstock betreibt vorwiegend die Tambouririndustrie, d. h. Weiss- und Buntstickerei auf Rahmen mit der Hand und mit Stickmaschinen. Eingeführt wurde diese Industrie 1774 durch Frau Clara Angermann, der Gattin eines Forstbeamten, die aus Byalistock gebürtig war; sie soll die Kunst in einem Thorner Nonnenkloster erlernt haben. Sehr zahlreiche weibliche Arbeitskräfte verdanken der Branche Brod und Verdienst. Eines weitverbreiteten Ansehns im Erzgebirge erfreut sich der »Eibenstöcker«, ein Liqueur. Die Stadt ist nach dem Brande (1862) fast völlig neu aufgebaut worden und macht einen behäbigen, in manchen Strassen sogar vornehmen Eindruck. Die grosse neue Kirche in modern-romanischem Styl errichtet, besitzt eine Fensterrosette mit Glasmalerei: »Christus lehrt im Kreise seiner Jünger.« Das Freskogemälde, hinter dem Altar, die Auferstehung Jesu, ist von Simonson in Dresden. Ein Serpentinsteindenkmal in der Taufhalle ist den 1870–71 in Frankreich gebliebenen Stadtkindern gewidmet.