Grünhain und Elterlein [Seite 111].

Ein direkter Weg führt von Elterlein nach Herrmannsdorf und über Frohnau nach Annaberg, freilich stark über Berg und Thal hinweg. (11 km.) (Bei Herrmannsdorf passiren wir die Zschopau.) Ueber Schlettau 12½ km.

50. Zwickau-Schwarzenberg (40 km). Rittersgrün (8½ km). Gottesgabe (13 km).

Bis Schwarzenberg siehe Routennetz. Von hier nach Erla und Crandorf (Eisenindustrie) und nach Globenstein, das inmitten eines Felsenthales mit ansehnlichen Felsgebilden liegt. Weiter schreiten wir am Sonnenberg vorüber. Nun immer dem schäumenden Pöhlbach folgend nach Rittersgrün. 3000 Einw. Gasthaus. Rest. der Wittwe Hentschel. Von hier durch unabsehbare Gebirgswälder entweder über Ehrenzipfel und die Tellerhäuser, oder auch über Dorf Goldene Höhe nach den sogenannten Försterhäusern und nach Gottesgabe.

Tellerhäuser nennt sich ein im Entstehen begriffenes Dorf. Pollers Gasth. Am Schulhaus 921 m ü. M. Die 152 Einw. sind fast von der Welt abgeschlossen; die Erziehung der Kinder war nach modernen Anforderungen unmöglich, bis die Regierung zum Schulbau und Erhaltung des Lehrers Subventionen bewilligte. Um die Ansiedlung volkreicher und dadurch selbstständiger zu machen, wird an Ansiedler Waldland billig abgegeben. Gottesgabe siehe [Seite 106].

51. Zwickau-Wildenfels (10 km). Hartenstein (5 km). Lössnitz (7½ km). Zwönitz (zu Fuss 6½ km). Geyer (8½ km). Weiter siehe Routennetz.

Anmerkung. Die Tour, zum grössten Theil schon beschrieben ist als Fusstour gedacht.

Die Strasse nach Wildenfels führt an der sogenannten »Weltkugel« oder »Dampfschiff« vorüber. Der aussichtsreiche Punkt liegt 340 m hoch. Nun auf dem Rücken des gewonnenen Höhenzuges, der bis 382 m ansteigt weiter und dann hinab nach

Wildenfels. Drei Kronen. 2900 Einw. Schöngelegenes Städtchen mit einem gräfl. Solms'schen Schloss, in dessen inter. Garten unter anderem auch Feigenbau betrieben wird. In der Kirche Altargemälde »Christi Versuchung« von Vogel, einem geborenen Wildenfelser. In der Nähe befinden sich Marmorbrüche. (Bunter Marmor.) In der gräfl. Solms'schen Bibliothek 8 Urnensteine, welche im nahen Dorfe Weisbach 1716 ausgegraben wurden. Die Urnen mit ihren Inschriften (schwer leserlich) zählen zu den ältesten Schriftendenkmälern Deutschlands.

Nun auf anmuthiger Strasse nach Hartenstein (siehe [Seite 114]). Am Wege nach Lössnitz lässt sich die Prinzenhöhle mit besuchen. Man geht in diesem Fall hinab nach Stein und stromauf (2 km) bis an den Wegweiser »zur Prinzenhöhle«, im Fall dieser fehlt, gebe der Anfang eines Sumpfes, der von dem früheren Muldenbett herrührt, das Signal zum Ersteigen des Abhanges, an dem die Prinzenhöhle liegt. (Siehe diese [Seite 120].) Von hier geht man nach Alberode und über die »Dürre Henne« nach Lössnitz. Andernfalls benutzt man von Hartenstein die etwas kürzere Strasse über Raum und Grüna dahin.