Wir gehen nun im Elsterthal abwärts. Prächtige Thalwanderung. Bei Liebau Ruine Liebau auf der Höhe mit herrlichen Thalblicken. (Schöner ist der Ausblick von dem Rindenhäuschen.) Links liegt Trieb. Nun hinab zur Rentzschmühle. Hotel Steinigt. Hier beginnt das sogenannte Steinigt, ein enges wildromantisches Thal, das einst die Elster durch das harte Gestein gebrochen. (Auch voigtländische Schweiz genannt, schönste Partie im Elsterthal.)
Anmerkung. Viele ziehen vor von Joketa über Bartmühle und Trieb nach Rentzschmühle zu gehen. Ueberraschende Blicke auf den grossartigen Viaduct.
Elsterberg. Rathhaus. Grüner Baum. Heckel's und Flachs' Rest. 3600 Einw. 282 m ü. M. Gerberei und Färberei. Die romanische Kirche wurde 1840 erbaut. Die Burgruine Elsterbergs gehört zu den umfänglichsten des ruinenreichen Thüringer Landes, an dessen Grenzmarken Elsterberg liegt. Die stolze Ruine auf einem Felsen über der Elster war mit ihren doppelten Ringwällen ein fester Sitz der Herren von Lobdaburg. (Zerstört durch Markgraf Friedrich von Meissen während des sogenannten voigtländischen Krieges Mitte des 14. Jahrh.)
Nach Greiz benutzt man die Bahn, welche die launenhaften Krümmungen der Elster mehrmals abschneidet. Vor Greiz rechts der Papiermühlenfelsen mit schöner Aussicht. [S. 144] u. [142].
Greiz. Hotel Hennig. Löwe. Thüringer Hof. Zum Kranich. Rest. zum Fürstenkeller. Grimms Gartenrest. Trömels Rest. mit schönem Garten. 13 000 Einw. Am oberen Bahnhof 287 in ü. M. Greiz, an der Elster im romantischen Thalkessel gelegen, ist Residenz des Fürstentums Reuss j. Linie. Das alte Fürstenschloss auf hohem tunneldurchbrochenen Felsen nimmt sich höchst imposant aus, auch das neue Schloss ist sehenswerth. Der fürstliche Gartenpavillon liegt inmitten reizender Anlagen. Am Heinrichsplatz steht als Kriegerdenkmal eine Germania. Greiz ist eine sehr rührige Fabrikstadt und betreibt hauptsächlich Spinnerei, Wollen- und Baumwollenweberei, Druckerei und Färberei.
Die reizende Umgebung von Greiz mit ihren grossen fürstlichen Wäldern, dem Thalzug der Elster und den schönen Waldbergen hat mancherlei lohnende Punkte aufzuweisen. Genannt seien hier vor Allem der Hirschstein mit seinem weithinleuchtenden weissen Kreuz und seinen höchst malerischen Blicken auf das Elsterthal und auf die anmuthig an dem Schlossfelsen gruppirte Stadt. Sodann besuche man den schon genannten Papiermühlenfelsen über dem Einfluss der Göltzsch in die Elster. Der »Guckkasten« giebt einen prächtigen Ausblick auf Stadt und Umgebung, der andere Punkt auf diesem Felsen, die »Schöne Aussicht« zeigt das romantische Göltzschthal.
Nach Zwickau zurück benutzen wir die Greiz-Brunner Eisenbahn (27 km).
57. Zwickau-Plauen (49 km).
Bis Joketa siehe Tour 56. Der Zug passirt die Elsterbrücke (rechts setzen), überschreitet dann den Fluss und die Elsterthalbahn nach Greiz zu. Kurz vor Plauen rechts der 431 m hohe Reinsberg.