Was für eine Veränderung diese Umstände während eines Zeitraums von mehrern Jahrhunderten oder Jahrtausenden in dem Charakter, der Denkart und selbst in den körperlichen Eigenschaften beider Geschlechter nach und nach hervorgebracht haben, ist am Tage. Andere Verhältnisse und Resultate als diese Machtvortheile, waren aus jenen Vorgängen ohne Wunder nicht zu erwarten; doch nicht eines einzigen, sondern eines Zusammenflusses von Wundern hätt' es bedurft, allen diesen zufälligen äußeren Veranlassungen eine andere Folgenrichtung zu geben. — Der Anfang steht oft in unserm Vermögen, die Mitte selten, das Ende nie. — Warum sollt' ich es bergen, daß wir Männer von Gottes Gnaden es so gern bemänteln, wie wir zu dieser Überlegenheit gekommen sind? Überhaupt sind Mäntel die männliche Originaltracht, in die wir uns so bedächtig verhüllen, um nur so viel von uns zu zeigen, als höchstnöthig ist; die Weibermäntel sind Copien von den unsrigen. — Nähme man uns den philosophischen Mantel; entkleidete man uns von der Reverende der wohlehrwürdigen Hypothesen und von allen unwesentlichen, fremdartigen Behelfen, hinter deren Wolken wir uns so unmännlich verbergen: wie weit seltener würden wir bestehen in der Wahrheit! — Um alles in der Welt möchten wir die andere Hälfte des menschlichen Geschlechtes überreden, nicht wir, sondern die Natur habe sie zurückgesetzt und uns unterworfen; und doch sind wir es, die seine Bedürfnisse erregen, und Meinungen herrschend machen, wodurch wir, so wie durch jene Bedürfnisse, den Meister über die schöne Welt spielen. Jene Clubs und geheimen Gesellschaften, die, ohne daß sie den Degen ziehen, Macht, Gewalt und Herrschaft erschleichen, sind Copien des Ganges, den die Männer einschlugen — Und die Bibel? Bis jetzt haben noch alle philosophische Sekten, die gedrückte, die streitende und die triumphirende, und jede neue Staatsreform, bis auf die Französische Constitution, sich in der Bibel getroffen gefunden.
Es ist das künstlichste Spinnengewebe von Gründen, wodurch wir das weibliche Geschlecht zu einer ewigen Vormundschaft verurtheilen; und selbst bei den feierlichsten Ehegelübden, die man sich am Myrtenfeste vor Gott und den (freilich durch ein Lucullus-Mahl bestochenen) Hochzeitszeugen ablegt, verlangt das kirchliche Formular, daß, wenn gleich beide Theile gegenseitig sich zu ehren verheißen, doch die geehrte Männin dem Manne gehorchen und ihm als ihrem Herrn huldigen soll. Ist es zu verwundern, wenn die heiligste aller Zusagen, die Ehetreue, so schnöde gebrochen wird, da diesen Principalpunkt so viele Nebenverheißungen schwächen? Wie ist die Preisfrage eines feinen Kopfes: warum in verschiedenen Staaten, wo Eide das tägliche Brot in Gerichten sind, das Ehegelübde (der wichtigste Contrakt, den Menschen mit einander schließen können) ohne Eid vollzogen wird, zu lösen? Etwa durch die Bemerkung, daß der Gegenstand so groß wie das Verbrechen des Vatermordes sei, welches in weisen Gesetzbüchern weiser Völker ohne Strafe blieb? Etwa, weil keine Formel stark genug ist, das Ehegelübde zu besiegeln? und weil, um das Größte zu sagen, man zur Natur der Sache, zum einfachen Ja Ja, Nein Nein zurückkommen muß? Wichtige Gründe! doch schwerlich werden sie bei der Unterlassung des Eheeides entscheiden; denn müßte sonst nicht unsere Eidmethode längst verbessert seyn? Oder wie? schwört man bei der Ehevollziehung etwa darum nicht, weil die Gelübde nicht gehalten werden, nicht zu halten sind? nur da gehalten werden dürfen, wo die Natur in speciellen Fällen mitwirkt? Ei, Lieber! wer hält seinen Amtseid? und wird dieser Eid erlassen? Der größten Versuchungen zu falschen Aussagen ungeachtet, findet der Richter, oder — was mehr sagen will — der Gesetzgeber keine Bedenklichkeit, Eiden auszuweichen; und geht denn wirklich das Versprechen der ehelichen Treue, auf welchem die Würde, Sicherheit und Wohlfahrt des Staates, das Glück des häuslichen Standes, (des angenehmsten und tröstlichsten im menschlichen Leben) und aller Fleiß, alle Betriebsamkeit beruhen, über das Vermögen der Menschen? Hast du nicht liebe getreue Ehegenossen gekannt? Ein menschliches Schauspiel, das Engel zu sehen gelüsten könnte! Unglücklicher! was ist dir die Menschheit werth, wenn sie so tief gesunken wäre! Ich suche den Grund dieser, von unseren eidereichen Vorfahren auf uns gleich eidgierige Nachkommen gebrachten, denkwürdigen Gewohnheit in der Befürchtung, daß man Eide einer baaren Lächerlichkeit aussetzen würde, wenn man sie durch den unnatürlichen, vom andern Geschlechte zu übernehmenden Umstand, sich der unerkannten Gewalt des Mannes unterwerfen zu wollen, entheiliget hätte. Diese Homagial-Umstände entfernten den Eid bei der Ehe in vielen protestantischen Staaten; und die auserwählten Rüstzeuge von Reformatoren hatten nicht unrecht, den Eid aus der Trauungsformel zu verabschieden, oder ihm einen Laufpaß zu behändigen. Soll aber die durch die Natur und Erfahrung laut widerlegte männliche Macht und Gewalt über das andere Geschlecht sich durch leidige Künstelei erhalten? Werden wir, wenn Natur und Wahrheit ihre Rechte zurückfordern, die keiner Verjährung unterliegen, noch immer gewinnen und den Sieg behaupten? Durch Wiederfragen antworten, heißt, wo nicht gar spotten, so doch: die Frage keiner eigentlichen Antwort werth achten. Wer kann sich aber, wenn er auch wollte, dieser Zwittergattung von Erwiederung enthalten? wer der Fragantwort ausweichen: ob die Natur je so tief in Ohnmacht und Schwächlichkeit versinken könne, daß sie sich ungestraft berauben lasse, ohne das Raubschloß oder Raubnest zu zerstören? Längst sind Männer nur Titularherren, Besitzer in partibus infidelium. — Und wie! Deutsche, deren Vorfahren ihre Weiber achteten, da der Rath derselben ihnen wichtig, ihre Aussprüche ihnen heilig waren, wenn sie die Zukunft aufklärten, vielleicht weise genug, sie nach ihrem Willen zu lenken — (eine ehrwürdige prophetische Kunst!) Deutsche, die, wenn es gleich von ihnen heißt, daß sie viel für Geld thun, ihre Weiher nicht wie die Römer (als wären sie Hausrath) einkauften; Deutsche — sollten ihrer Vorfahren so unwerth seyn! Was ist anständiger: mit dem andern Geschlechte gleichen Schritt zu halten, oder uns von ihm, ohne daß wir es wissen, leiten und führen zu lassen? Nur die Zeichen der Regierung sind uns werth, die Regierung verkaufen wir für ein schnödes Linsengericht; und eine kluge Frau läßt sich von dem Manne zur Regierungs-Repräsentantin erkiesen, dem hier kein Hochverrath ahndet, und der (weil doch Hochmuth dem Falle vorausgeht) seine Frau selbst zum Throne führt, und sich hinreichend begnügt, daß Alles unter seinem Namen expedirt wird, Alles unter: Wir von Gottes Gnaden. — Wenn nun aber ein so betrogener Mann, der seine Frau zur List erniedrigt, der seine Kinder zu ähnlicher Denkart herabwürdigt, und öffentlich mit sich spielen läßt, bei dem allen nicht unglücklich ist; wenn er einen menschlichen Richter in Hausangelegenheiten, einen treuen Rathgeber in Fällen, wo er unentschlossen schwankt, in seiner Frau findet: — was würde sie ihm seyn, wenn sie von Rechtswegen gleich und gleich mit ihm wäre! Wie unendlich leichter würde der Stand des häuslichen und Staatslebens werden, wenn wir eine so herrliche Bundesgenossenschaft anerkennen und schätzen lernten! — Eigensinn, Trägheit und Stolz fesseln uns an alte Meinungen und Gebräuche: drei Götzen, die man auch Augenlust, Fleischeslust und hoffärtiges Leben zu nennen pflegt! — Laßt uns diesen Götzendienst mit einer vernünftigen Verehrung der Natur und ihrer Gesetze vertauschen! Schon lange sind die Weiber durch Leiden geprüft und bewährt, um der Herrlichkeit werth zu werden, welche die Natur an ihnen so gern offenbaren möchte. Das Ende vom Liede dieses Abschnittes.
In der That scheint eine höhere Vernunft es mit Vorbedacht und Vorsicht darauf angelegt zu haben, daß der Anfang des menschlichen Geschlechtes in einem tiefen heiligen Dunkel bleiben sollte. Chaos war eher als die Welt, Finsterniß eher als Licht, Nacht eher als Tag; und wohl uns, wenn die menschlichen Handlungen, eben so wie alle Naturbegebenheiten, nach allgemeinen Naturgesetzen bestimmt, und von einem inneren Lichte, das der große Haufe nicht selten kann, und das nur Sonntagskindern selbst in der dicksten Finsterniß leuchtet, gelenket werden!
Heil uns, wenn bei den unablässigen Bemühungen der Menschen, alles unregelmäßig zu machen, jene göttliche Regelmäßigkeit ihren festen Schritt hält, und die Weisheit ihre ursprünglichen hohen Anlagen bei der späten Entwickelung rechtfertiget! Heil uns, wenn wir Alle, und auch selbst die unter uns, welche am wenigsten daran denken, Mitglieder der göttlichen unsichtbaren Kirche sind! wenn der, welcher bloß für sich denkt und oft sogar des Andern Teufel ist, doch, ohne daß er es weiß, die göttliche Absicht befördert, die Welt ihrem moralischen Ziel immer näher bringt und selbst Teufeleien zum Besten kehret! O, der herrlichen Veredlung der moralischen Metalle!
Wer kann bei dieser Idee gleichgültig seyn! wer wünscht nicht, sich jenen jüngsten Tag der Menschheit lebhaft vorzustellen und den Gang des menschlichen Geschlechtes von Anbeginn bis auf unsere letzte betrübte, und die in der Hoffnung erwartete letzte fröhliche Zeit in einer Karte zu übersehen! — Wie oft würde auf diesem Menschheitsgemählde die Weisheit des Einzeln als Thorheit, und die Thorheit im Großen als Beitrag zur Weisheit erscheinen! Nur daß kein Mensch hieraus Gelegenheit nehme, in seinem verkehrten Sinne zu thun was nicht taugt, vielmehr nach bestem Wissen und Gewissen seine Tage so anlege, daß die Stimme seiner theoretischen und praktischen Vernunft, seiner Einsicht und seines Gewissens, nicht unbefolgt bleibe! Zwar kommt es hier immer noch bloß auf den Glauben an die Menschheit an, der durch so manche unerhörte, unerklärliche Begebenheiten nicht nur in Hinsicht einzelner Menschen, sondern auch ganzer Nationen schwankend gemacht wird; wer wollt' indeß auch bei einem Senfkorn dieses Glaubens verzweifeln! Vater der Menschen, stärk' uns diesen Glauben! Wie planlos da alles durch einander läuft! wie viel Zerstörungssucht, Hader, Neid, Zank, Zwietracht! Alles verschworen, die Wünsche des Menschenfreundes zu vereiteln und der göttlichen Bestimmung entgegen zu arbeiten! Doch jene goldreine Zeit wird kommen, wo die Menschheit mehr von Schlacken geläutert seyn wird! nur daß nicht, was bei menschlichen Handlungen glänzt, uns sogleich etwas Göttliches scheine! Nicht Alles was glänzt, ist Gold. Nur daß wir uns durch nichts, selbst nicht durch den herrlichsten kosmopolitischen Zweck, zum Handeln bestechen lassen, vielmehr auf nichts weiter denken, als unsere Pflicht mit strenger innigster Redlichkeit zu bewirken und sie menschmöglichst (ein theures werthes Wort!) zu erfüllen! Nur daß wir bei unseren heiligen Verbindlichkeiten nicht an den Morgen der Folgen denken, sondern lauter und rein thun, was wir schuldig sind, und Alles übrige DEM überlassen, der allein weise ist! Wer sich das Ansehen giebt, der göttlichen Regierung nachhelfen zu wollen, ist ein Gottesläugner in einem besondern Sinne — — Sollte indeß die Natur dem verzagenden Beobachter nicht wenigstens, wie Ariadne, einen Leitfaden zugeworfen haben, um sich aus diesen Labyrinthen herauszuhelfen? um, da er in Allem eine göttliche Endabsicht voraussetzen kann, dieselbe, trotz allen Kreuz- und Querzügen von eigenen Absichten der Menschen, auch bewundern und sich an ihr und an der allmählichen Erreichung derselben erfreuen zu können? Nichts würde diese Gesinnungen und diese Hoffnungen stärker befestigen, als wenn wir, von den Urzeiten ab, in allen den Krümmungen, die das menschliche Geschlecht einschlug, eine geheimnißvolle Entwickelung dieser Anlagen zu bemerken und den Finger einer Vorsehung zu finden im Stande wären. So bald Geschichte, Erfahrung und Nachdenken etwas von diesem ihrem Gange enträthseln können; so ist hierzu ein Plan gezeichnet, und wir sind in diesen vierzig Jahr-Wochen des Wüstenumweges nach Kanaan nicht ganz und gar verlassen und versäumet. Doch noch hat diese herkulische Arbeit keinen Anfänger, viel weniger einen Vollender; und da die Einbildungskraft in dieser Hinsicht kein leidiger Tröster ist, so läßt sie uns in, mit und unter ihrer Beihülfe, wenn gleich nicht lebendige Überzeugung, so doch beruhigende Hoffnung erlangen. Ist der Mensch ein Miniaturstück von Welt, ein Mikrokosmus; so mag die Geschichte des einzeln Menschen immerhin einen Schattenriß von der Geschichte der Menschheit abwerfen, und den Anfang derselben, so wie ihren Fortgang, in Hieroglyphen dem Auge des Sehers, wenn gleich nicht völlig, so doch kennbar, darstellen. Jeder Mensch feiert durch sein Leben das Leben des menschlichen Geschlechtes, und wird, wo nicht die Quintessenz, so doch ein kurzer Auszug von der Geschichte der moralischen Welt. Wenn man ohne sonderliche Vorurtheile (denn ist es möglich, sich über diese Egyptischen Plagen völlig wegzusetzen?) einen Plan entwerfen könnte, wie die Menschenwelt gehen müßte, wenn sie anders den letzten Zwecken der Vorsehung gemäß wandeln wollte; so hätte man freilich von der moralischen Welt eine treue Probe, die mit den Bruchstücken, welche wir davon geschichtlich besitzen, stimmen und die Data da ergänzen würde, wo in der wirklichen Welt Alles wüst und leer scheinet. Jetzt aber werden wir, hier und da viel oder wenig abgerechnet, wenigstens ein Ungefähr von dem herauszubringen im Stande seyn, was herauszubringen war; und sollten wir nicht Alles mit einer reinen Idee dieses Ganges übereinstimmend finden, so wird doch ein großer oder kleiner Theil stimmig seyn. Die erste Periode unseres Lebens ist so dunkel wie die Genesis der Welt, von der wir, da sie unter dem Herzen ihrer Mutter lag, nichts wissen. Ist unsere Kindheit (wo wir keinen Willen haben, sondern nach Instinkten und nach Leitung der Eltern, die uns entwarfen, leben, weben und sind) nicht jener Weltperiode ähnlich, die wir den Stand der Unschuld nennen? und sie mag um so mehr so heißen, da uns in derselben nichts zugerechnet werden kann. Der Mensch fühlt sich; das heißt: er emancipirt sich, giebt oft noch vor der Zeit sich veniam aetatis, glaubt in seiner Vernunft einen Gott zu haben; und seht! mitten in dieser Selbstvergötterung sinkt er, und oft so tief unter den Menschen herab, daß er kaum zu kennen ist — Leidenschaften stürzen ihn — Fall auf Fall! — Anfänglich sind diese Leidenschaften ungebetene Gäste, die man gemeiniglich lieber gehen als kommen sieht; doch über ein Kleines werden sie Vernunftgenossen, Herzensfreunde, Busen- und Schooßlieblinge, deren Umgang, wenn das Gewissen dagegen einwendet, der Mensch bis auf's Blut so vertheidigt und rechtfertiget, daß das sich selbst gelassene Gewissen sich anfänglich hintergehen, bald hernach sich anstecken läßt, und endlich selbst leidenschaftlich wird. — Spät nur, und wenn der Tag seines Lebens kühl geworden, kommt der Mensch durch die Stimme seines Gewissens, das sich wieder erholt hat, zum Nachdenken. »Adam, wo bist du? wohin ist es mit dir gekommen?« Das Fieber des Selbstbetruges legt sich; die Vernunft hat Zwischenstunden, kommt allmählich zu Kräften, und entwirft sich Gesetze, die der Mensch wenigstens im Durchschnitt erfüllt — Ganz wird er nie aufhören Mensch zu seyn — wie sollt' er auch eine ihm wildfremde Rolle völlig ausführen können? Bei den Fehlern des Alters erinnert er sich der Sünden der Jugend, sinkt, fällt, steht auf, und sieht am Ende ein, daß der Mensch nie zur Vollständigkeit gelangen kann; doch jaget er ihr nach, und versucht, ob er jenes Ziel erreichen werde, die Krone des Lebens. —
Das Weib — ist wie der Mann; es giebt hier keinen Unterschied: sie sind allzumal Menschen, und mangeln des Ruhmes, den sie haben sollten — — Das Verhältniß der Geschlechter gegen einander? Allerdings der Hauptpunkt, worauf es bei dieser ganzen Abschweifung ankam! Der gerade Gang aller kleinen und großen Gesellschaften — den ich aber aus mehr als Einer Ursache auch selbst nach den ersten Strichen nicht darstellen mag. Adam und Eva leben anfänglich im Stande der Unschuld; dann wird Adam Eva's Untergebener, gehorsam bis zur Ausschweifung; bald darauf verwandelt er sich in ihren Gebieter, welches er lange bleibt, bis sie endlich beiderseits in Frieden, Einigkeit und Gleichheit mit einander leben, und zu jenem Stande der Unschuld, wiewohl mit weit mehr Einsicht und weit mehr Glückseligkeit, zurückkehren. Genug — auch dieser Handzeichnung vom Verhältnisse der Geschlechter will ich weder Farben geben, noch sie vollenden — Ein jeder wird an diesen Strichen sich selbst kennen, und durch diese Selbstkenntniß den Gang der Menschenwelt und der beiden Geschlechter — Möchte doch auch in Hinsicht des Geschlechterverhältnisses Eine Heerde und Ein Hirt werden! — Doch, dieser Wunsch ist im dritten Kapitel zu früh; wer wird sich selbst in den Kauf fallen —? wer sich vor dem fünften Akt verheirathen? —
IV.
Nähere Angaben, woher die Überlegenheit
des Mannes über die
Frau entstanden ist.
Betreffen neuere Zeit.