[pg 59] Kischenew ist überall, wo Juden an Leib oder Seele gequält, an der Ehre gekränkt, am Vermögen geschädigt werden, weil sie Juden sind.

(VI. Kongreßrede.)

Wie kann man sich vorstellen, daß die Leute, die uns als Nachbarn nicht dulden wollen, sich mit uns als Familienmitglieder verbinden würden?

(Herzl vor der Londoner Fremdenkommission.)

Die Juden wollen erlöst werden von der Angst vor immer wiederkehrenden Verfolgungen. Denn selbst in den Ländern, wo unsere Brüder augenblicklich nicht zu leiden haben, ist ihre Freude eine zitternde. Ich habe dafür viele Beweise. Jeder Protest, der von solchen Gutsituierten gegen meinen Plan erhoben wird, ist ein Beweis. Sie meinen, mit Unrecht, daß ich die Duldung gefährde, die sie genießen, wenn ich vom Judenstaat spreche. Und beim ersten judenfeindlichen Ruf, den irgend ein Individuum ausstößt, fahren sie aus ihrer armseligen Ruhe auf und blicken scheu um sich: Fängt es schon an?

(Rede im Makkabäerklub.)

Als ob die judenfeindliche Bewegung dadurch irgendwie alteriert würde, daß ihr Schlagwort wissenschaftlich bemängelt werden kann. Das ist Gelehrtennaivität.

(Leroy-Beaulieu über den Antisemitismus.)

[pg 60] Diese Kraft, die wir brauchen, wird uns vom Antisemitismus geliefert.

(A Solution of the Jewish Question.)