Wo steckt er denn eigentlich? fragte er.

Er ist zu Kunden gegangen, sagte sie, und will wohl auch ein Christbäumchen mitbringen.

Da fällt mir ein, rief der Professor plötzlich ernsthaft werdend, daß ich von gestern noch ein paar Fragen zu thun habe.

Guste nahm rasch die Thaler fort, legte sie in den Tischkasten und stellte sich davor. Was war es denn, gütiger Herr Professor, was war es doch gleich? sagte sie während dieser Arbeit. Ach! richtig, Sie wollten wissen, wie es mit den beiden blutigen Tüchern war, die wir der armen Dame geliehen hatten und mit dem bärtigen Herrn, der sie gestern Abend wiedergebracht hat.

Mit diesem Anfange erzählte sie weitläuftig und ziemlich geläufig eine lange Geschichte von einer jungen Dame, die einen harten Fall gethan und ein tüchtiges Loch am Kopfe davon getragen hätte. Anton habe sie herunter gebracht, weil sie ganz ohnmächtig gewesen sei, und lange Zeit sei nöthig gewesen, ehe sie mit den Tüchern um den Kopf hätte nach Haus gehen können.

Hm! sagte der Professor, der aufmerksam zugehört hatte, und Sie haben wirklich nicht nach dem Namen gefragt?

In der Verwirrung und Aufregung dachten wir erst daran, als sie fort war.

Die ganze Geschichte ist etwas seltsam, fuhr Viereck fort, ich bin jedoch überzeugt, daß meine kleine Freundin mir die Wahrheit sagt.

Ich kann es Wort für Wort beschwören, sagte Guste mit dem ehrlichsten Gesicht, daß ich nicht gewußt habe, wer sie war, und daß sie fortgegangen ist ohne ein Wort davon zu sagen.

Wie lange ist es her? fragte der Professor.